PEN-Zentrum Deutschland unterstützt pics4peace

Von Würzburg in die Welt

Das deutsche PEN-Zentrum unterstützt pics4peace – künstlerische Aktionen junger Menschen für Frieden, Freiheit und Demokratie. Namhafte PEN-Autoren werden laut Verband im Rahmen von pics4peace Würzburger Schulen besuchen, um mit den Jugendlichen über die Bedeutung der Meinungsfreiheit zu diskutieren. Die Veranstalter hoffen, dass sich weitere Städte anschließen. 

Das von der ehemaligen Würzburger Oberbürgermeisterin Pia Beckmann ins Leben gerufene Projekt fordert Jugendliche dazu auf, sich "mittels kreativer Beiträge in Wort und Bild mit den Werten unserer Gesellschaftsordnung und deren Bedeutung für das Leben eines jeden Einzelnen zu befassen". Dazu sollen historische Bezugspunkte der Würzburger Stadtgeschichte den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung bilden.

Zum Auftakt von pics4peace fand Anfang Dezember im Würzburger Rathaus ein durch den Berliner Künstler Winfried Muthesius geleiteter Workshop statt, der den Habima-Skandal von 1930 thematisierte, als noch vor der NS-Machtübernahme von Nationalsozialisten aufgewiegelte Massen gegen das Stadttheater zogen, wo die in Moskau gegründete hebräischsprachige Theatergruppe „Habima“ mit dem Stück „Der Dibbuk“ gastierte. Die Theaterbesucher wurden beim Verlassen des Hauses beschimpft, geschlagen und verfolgt.

„Pics4peace greift eines der Kernanliegen des PEN auf, denn die Ausübung der Meinungsfreiheit stellt einen der zentralen Eckpfeiler unserer Gesellschaftsordnung dar. Hierzu gehören die Toleranz gegenüber den Meinungen anderer ebenso wie die Erkenntnis, dass die Vielfalt der Meinungen eine Bereicherung darstellt. Pics4peace setzt Zeichen gegen eine in unserer Gesellschaft zunehmende Radikalisierung, gegen Antisemitismus, Fremdenhass und Ausgrenzung“, so Carlos Collado Seidel, PEN-Generalsekretär.

Neben Carlos Collado Seidel haben bereits die Bamberger Bestsellerautorin Tanja Kinkel, der Schatzmeister des deutschen PEN und stellvertretende Vorsitzende der Bödecker-Kreise, Jürgen Jankofsky, sowie Leander Sukov, Mitglied der Würzburger Leonhard-Frank-Gesellschaft, ihre Unterstützung zugesagt, wie der PEN mitteilt.

Das Projekt pics4peace wird ab März 2018 in Kooperation mit Würzburger Bildungseinrichtungen, von Schulen bis zur Universität, mit Kunstaktionen in Wort und Bild im öffentlichen Raum in Erscheinung treten und auf www.pics4peace.de sowie über digitale Kommunikationsplattformen Verbreitung finden. Träger des Projekts ist die Stadt Würzburg. Von hier aus soll pics4peace in andere Kommunen weitergetragen werden. 

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