Petition gegen die "Erklärung 2018"

"Wir wenden uns gegen jede Ausgrenzung"

Der Autor und Jugendkulturforscher Klaus Farin hat mit einer Gruppe überwiegend Berliner Schriftsteller eine Petition gegen die "Erklärung 2018" gestartet − um die Entgegnung des Schriftstellerverbands VS zu unterstützen. "Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt", heißt es darin.

In der am 29. März gestarteten Petition gegen die "Gemeinsame Erklärung 2018" heißt es unter dem Titel "Unsere Antwort für Demokratie und Menschenrechte": "Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut in unserem Land Zuflucht suchen, und wenden uns gegen jede Ausgrenzung." Zu den 21 Erstunterzeichnern zählen Zoë Beck, Klaus Farin, Nina George (Mitglied des VS-Bundesvorstands, Beirätin des Präsidiums des PEN-Zentrums Deutschland), Gabriele Haefs, Katharina Körting, Christoph Links, Leonard F. Seidl und Carlos Collado Seidel (Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland). Seither sind mehr als 700 weitere Unterzeichner hinzugekommen, darunter unter anderem Buchhändler, Übersetzer, Musiker, Verleger und Autoren.

Die Petition wurde von einer Gruppe überwiegend Berliner Schriftstellern aufgelegt, so Initiator Klaus Farin − denn es bedürfe dringend einer Antwort auf die "Gemeinsame Erklärung 2018". Dazu habe man ein Online-Tool eingerichtet: http://antwort2018.hirnkost.de/.

Die Petition ist als Ergänzung zum längeren Statement des VS Verbands deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen gegen die Erklärung 2018 gedacht ("Probleme lösen, nicht verschärfen! - Der VS warnt davor, Migranten zu Sündenböcken zu machen"). In der "Gemeinsamen Erklärung 2018" schreiben die Unterzeichner − unter den 31 Erstunterzeichnern sind Uwe Tellkamp, Henryk M. Broder und Thilo Sarrazin −, dass sie "mit wachsendem Befremden beobachten", wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt werde. 

Der Autor, Journalist und Bildungsdozent Klaus Farin gehörte 1998 zu den Mitgründern des Archivs der Jugendkulturen, dessen ehrenamtlicher Leiter und Vereinsvorsitzender er 13 Jahre lang war. 2003 kam der Archiv der Jugendkulturen Verlag hinzu, 2016 umbenannt in Hirnkost Verlag. Diesen leitet Farin heute ebenfalls ehrenamtlich. Farin lebt und arbeitet als Autor und Lektor in Berlin, daneben ist er auf Vortragsreisen im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender der von ihm ins Leben gerufenen Stiftung Respekt!

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3 Kommentar/e

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  • Willi Zurbrüggen

    Willi Zurbrüggen

    Ich finde die Gemeinsame Erklärung 2018 von Broder, Sarrazin, Tellkamp et. al. unerträglich. Sie spricht von einem lausigen Selbst- und Menschenverständnis.

  • Heiner Dietz

    Heiner Dietz

    Nun, da ist es geradezu Pflicht, sich einzumischen und gegen die verkürzte Darstellung zentraler politischer Probleme in der heutigen Welt, wie es die sog,
    "Gemeinsame Erklärung 2018" tut, auszusprechen.
    Ich fände es gut, wenn wir eine in Anzahl und Bedeutung vergleichbare Unterzeichnerschar zusammen brächten wie de sog. GE 2018.
    Mit freundlichen Grüßen
    Heiner Dietz, Heidelberg

  • uwe klostermann

    uwe klostermann

    Vielen Dank den InitiatorINNen!
    Mich hat dieser Zusammenschluss von Menschen, die sich als "konservativ" bezeichnen bis hin SympathisantINNen der rechtsextremen Szene, zutiefst schockiert. Solch ein Bündnis hat zudem seine grausamen historischen Vorbilder.
    Es wurde höchste Zeit, die Stimme(n) gegen diese unsäglich traurige, bornierte Erklärung zu erheben und sich dafür einzusetzen, dass universelle humanistische Werte verteidigt werden.
    Ich wünsche viel Erfolg!
    MfG u.k.

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