Zahlen des Europäischen Verlegerverbands

2016 Bücher für 22,3 Milliarden Euro verkauft

Die 29 Mitgliedsverbände der Europäischen Verlegerföderation (FEP) melden für 2016 Buchverkäufe in Höhe von insgesamt 22,3 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Organisation hervor.

Damit bewegte sich das Buchgeschäft nominal auf der Höhe des Jahres 2015 (22,3 Milliarden Euro) und lag um 0,3 Milliarden Euro höher als 2014. Wie die FEP mitteilt, spiegelten die Zahlen nicht die tatsächliche Entwicklung wider. Die größten Märkte in Europa (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien) seien 2016 gewachsen, während zugleich kleinere Märkte geschrumpft seien. Der schwache Kurs des britischen Pfunds, so die Schlussfolgerung der FEP, habe den Umsatz gedrückt.

Mit 21 Prozent des Gesamtumsatzes war der Anteil von Schulbüchern 2016 besonders hoch (2015: 19,9 Prozent). Wissenschafts- und Lehrbücher (18,7 Prozent) sowie Publikumstitel (47,2 Prozent) gaben jeweils leicht gegenüber 2015 nach (Wissenschaft 2015: 19,5 Prozent; Publikum 2015: 48,4 Prozent). Kinderbücher legten 2016 um 0,8 Prozentpunkte auf 13 Prozent zu.

Die Exportquote der europäischen Verlage sank 2016 um 0,8 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent. Während 2016 über Buchhandel und Buchgroßhandel 82,8 Prozent aller Buchverkäufe umgesetzt wurden, erzielten Buchclub-Verkäufe nur noch 1,7 Prozent. (2012 waren es noch 4,7 Prozent.) Der Anteil des Direktgeschäfts lag laut FEP 2016 bei 15,5 Prozent.

Die Zahl der von den Mitgliedsverbänden gemeldeten Neuerscheinungen stieg erneut um 15.000 Titel auf 590.000. (2012 wurden nur 535.000 gemeldet.)

Die FEP-Statistik basiert auf den Zahlen der Mitgliedsverbände und wird mit einer Verzögerung von einem Jahr erstellt. 26 der 29 Mitgliedsverbände kommen aus EU-Mitgliedsstaaten, zwei aus EFTA-Staaten (Island, Norwegen); Serbien gehört nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum (EEA) an.

Die 22,3 Milliarden Euro repräsentieren laut FEP nur das Buchgeschäft der Verlage, nicht den gesamten Buchmarkt. Rechnet man Erlöse aus anderen Geschäften (vor allem Rechteverkauf) hinzu, kommt man auf einen geschätzten Umsatz des Gesamtmarkts zwischen 36 und 38 Milliarden Euro.

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