Zahlen zum US-Buchmarkt

Hörbuch-Downloads boomen

Im August hat das stationäre Sortiment in den USA 1,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet und damit 1,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Verlage dagegen konnten auf dem Publikumsmarkt zulegen. Das geht aus Erhebungen des U.S. Census Bureau und der Association of American Publishers hervor.

Junge unabhängige Buchhandlung in den USA:  Greedy Reads bei Baltimore in Maryland

Junge unabhängige Buchhandlung in den USA: Greedy Reads bei Baltimore in Maryland © dpa

Stationärer Buchhandel: Leichtes Umsatzminus

Im August hatte der stationäre Buchhandel in den USA 1,32 Milliarden Dollar (circa 1,1 Mrd. Euro) erwirtschaftet, wie vorläufige Zahlen des U.S. Census Bureau zeigen (August 2017: 1,33 Mrd. Dollar Umsatz). Damit verschlechterte sich für die US-Buchhändler das kumulierte Umsatzminus des laufenden Jahres im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode leicht: Für die ersten acht Monate ergibt sich ein Minus von 0,6 Prozent − bei einem Umsatz von 6,678 Milliarden Dollar (Vorjahr: 6,721 Mrd. Dollar). 

Der US-Einzelhandel insgesamt (Retail Sales) legte im August um 6,2 Prozent zu (auf 461,9 Mrd. Dollar), in den ersten acht Monaten um 5,7 Prozent auf 3.475,7 Milliarden Dollar − jeweils im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Bilanz der US-Verlage: Hörbuch-Downloads boomen

Nach dem StatShot der Association of American Publishers (AAP) konnten die US-Verlage im Zeitraum Januar bis August 2018 auf dem Publikumsmarkt (mit Belletristik und Sachbüchern für Erwachsene sowie Kinder- und Jugendbüchern) 4,5 Prozent mehr einnehmen als in der Vorjahresperiode − der Umsatz stieg von 4,08 Milliarden Dollar auf 4,26 Milliarden Dollar. Rechnet man wie die AAP noch die Religiösen Verlage hinzu, dann ergibt sich ein Umsatzplus von 4,7 Prozent.

Die Umsätze (Publikumsmarkt) in den ersten acht Monaten nach Segmenten:

  • Erwachsenensegment (Belletristik, Sachbuch): 3,1 Mrd. Dollar (+5,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode)
  • Kinder- und Jugendbuch: 1,2 Mrd. Dollar (+2,6 Prozent)
  • Religiöse Verlage: 366 Mio. Dollar (+7,7 Prozent)

Umsätze (Publikumsmarkt) in den ersten acht Monaten nach Editionsformen:

  • Hardcover: 1,6 Mrd. Dollar (+6,8 Prozent)
  • Paperback und Taschenbuch: 1,7 Mrd. Dollar (+3,0 Prozent)
  • E-Books: 685,3 Mio. Dollar (-4,2 Prozent)
  • Hörbuch-Downloads: 294,7 Mio. Dollar (+37,5 Prozent)
  • Physische Hörbücher: 26,6 Mio. Dollar (-24,6 Prozent)
  • Pappbücher: 79,9 Mio. Dollar (-2,8 Prozent)

Im August habe es bei Hardcovern und Paperbacks starke Zuwächse gegenüber dem August 2017 gegeben, teilt die AAP mit. Der Umsatz mit Hörbuch-Downloads sei um 45,2 Prozent gestiegen.

Bildungsverlage setzen weniger um

Bei Schul- und Lehrbüchern ging der Umsatz für den Zeitraum Januar bis August bei PreK-12-Materialien (Schule) um 4,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar zurück. Auch in den anderen Segmenten fiel der Umsatz geringer aus: Fachbücher (-6,5 Prozent; 618,6 Mio. Dollar), Hochschul-Materialien (-4,9 Prozent; 2,4 Mrd. Dollar) und Universitäts-Verlage (-6,5 Prozent; 36,2 Mio. Dollar).

Im August hätten sich jedoch teils Verbesserungen für die Bildungsverlage gezeigt, so die AAP, der Umsatz mit PreK-12-Materialen sei gegenüber dem August 2017 um 0,9 Prozent gestiegen. Das Umsatzminus bei Hochschul-Materialien fiel mit 0,6 Prozent geringer aus als in der kumulierten Bilanz des laufenden Jahres.

An der monatlichen Nettoumsatz-Erhebung "StatShot" des Verlegerverbands AAP nehmen rund 1.100 Verlage teil.

Insgesamt haben die befragten US-Verlage im August 1,2 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahresmonat, berichtet "Publishers Weekly", in den ersten acht Monaten kumuliert 0,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

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