Beschlossen wurde die Umbenennung bereits bei der Mitgliederversammlung am 21. März in Leipzig, inzwischen ist sie rechtskräftig. "Die Bezeichnung ‚Dachverband‘ macht sichtbar, dass wir eine verbindende, vermittelnde und kulturpolitisch sprechfähige Struktur sind – mit vielen Erfahrungen und Fachperspektiven im Einsatz für Kinder- und Jugendliteratur“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Jan Standke.
In Deutschland agiert der Dachverband Jugendliteratur auf bundesweiter Ebene, Hauptförderer ist das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im internationalen Kontext ist er die deutsche Sektion der weltweiten NGO International Board on Books for Young People (IBBY). Der Dachverband wurde 1955 als zentrale Interessensvertretung der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur gegründet. Seither haben sich 60 Mitgliedsverbände aus den Bereichen Bibliothek, Bildung, Forschung, Literaturvermittlung und Verlag und über 270 Expert:innen der Kinder- und Jugendliteratur in diesem Netzwerk zusammengeschlossen.
Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Kinder- und Jugendliteratur und die literarische Bildung von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Dies erfolgt u.a. durch die Vergabe des Deutschen Jugendliteraturpreises, die Herausgabe der Fachzeitschrift Julit, durch Autor:innen- und Übersetzungsförderung sowie durch Modellprojekte der Leseförderung. Diese Anliegen verfolge der Dachverband Jugendliteratur weiter, mit dem Anspruch, sich zukünftig – gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden – noch stärker als schlagkräftige Stimme im Feld der Kinder- und Jugendliteratur zu positionieren.