Seinen bewundernswerten unternehmerischen Weg schloss er 1987 mit dem Verkauf seines Verlags zu einem achtstelligen Dollar-Betrag ab und war danach jahrelang als Geschäftsführer seines eigenen Verlags im Rahmen internationaler Großkonzerne tätig – auch dies ein Meisterstück an Wendigkeit und Anpassungswillen. Daneben wirkte er lange Jahre in mehreren Aufsichtsräten.
Der Verkauf hatte ihn zum wohlhabenden Mann gemacht, der in Aufsichtsräten saß, großzügig Freunde und kulturelle Projekte unterstützte und es ihm erlaubte, die ehrenamtlichen Tätigkeiten, weiter auszubauen. Sein erfolgreiches Wirken – zusammen mit Joachim Spencker und Claus Michaletz - in den Ausschüssen innerdeutschen Handels und für den Außenhandel brachte für die deutschen Wissenschaftsverlage sehr ertragreiche Förderprogramme. Seine besondere Leidenschaft, die uns beide ganz besonders verband, war die Historische Kommission des Börsenvereins, in der er mir im Vorsitz nachfolgte und stolz auf eineinhalb Jahrzehnte Vorsitz zurückschaute – darin ein würdiger Nachfolger des von ihm bewunderten Arthur Brockhaus, des Begründers der Kommission im 19. Jhrdt. Er hatte sich eine beeindruckende, sehr umfangreiche Sammlung buchhandelsgeschichtlicher Schriften aufgebaut, die tausende von Titeln umfasste und aus der er immer wieder Erkenntnisse schöpfte.
Mit Intensität wirkte er lange Jahre im Präsidium des Goethe-Instituts, besonders in den Jahren als sein enger Freund Klaus- Dieter Lehmann dort Präsident war.