Frankfurter Buchmesse: Splitter

"Ich wollte die Landfrauen aus der Verharmlosung holen"

9. Oktober 2026
Matthias Glatthor

Um 11 Uhr bei der "30-Minuten-WG" der Penguin Random House Verlagsgruppe in Halle 3.0: Dörte Hansen schaut vorbei, um ihren neuen Roman "Broder" vorzustellen. Es geht um Schweigen, Landfrauen und den Heimat-Begriff.

Foto von Dörte Hansen (rechts) und Moderatorin Cornelia Fuchs auf der kleinen Bühne der "30-Minuten-WG"

Dörte Hansen (rechts) und Moderatorin Cornelia Fuchs

In der Reihe "Auf ein Buch mit ..." besuchte am Messefreitag Dörte Hansen die "30-Minuten-WG" am Stand der Penguin Random House Verlagsgruppe in Halle 3.0, um mit Moderatorin Cornelia Fuchs über ihren im September bei Penguin erschienenen Roman "Broder" zu sprechen. Fuchs wollte zunächst wissen, warum es ihr männlicher Protagonist Broder, ein Mann um die 60, auf den Titel geschafft hat – obwohl sie auch viele tolle Frauenfiguren habe. "Ich schreibe oft aus der Sicht von Männern", so Hansen, "da laufe ich nicht Gefahr über mich selbst zu schreiben." Sollte toxische Männlichkeit ein Aspekt sein? Nein, sie hatte eher das Konzept von Überforderung im Kopf. Ein Mann, der am Ende seines Berufslebens steht und das Steuer nicht mehr herumreißen kann.