Umgang mit Shitstorms

Im Krisenmodus

12. September 2022
Redaktion Börsenblatt

Die Causa Winnetou hat es erneut gezeigt: Boykottforderungen und Shitstorms stellen Verlage auf die Probe. Mit Ruhe und einem strategischen Plan lassen sich Imageschäden am ehesten abwenden.

Das, was dem Ravensburger Verlag vor zwei Wochen widerfuhr, war nicht ein klassischer Shitstorm, sondern eher ein mediales Gewitter, das sich über dem Verlag entlud, nachdem er Bücher zum Film »Der junge Häuptling Winnetou« zurückgezogen hatte. Den Handel nicht weiter mit den fertig gedruckten Exemplaren zu beliefern, war die Reaktion auf vehemente Kritik, die in verschiedenen Gruppen und ­Kreisen geäußert und auch in sozialen Medien vorgetragen worden war. Die Entscheidung des Verlags löste dann eine medial befeuerte Welle der Gegenkritik aus, die sich aber nicht auf das ­Internet beschränkte.