"Wir werden fortan andere Projekte der Kulturförderung für Jugendliche intensivieren", teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer laut dpa mit. Er berufe sich auf eine Einschätzung des Bundesrechnungshofs, nach der der von der Ampel-Regierung eingeführte Kulturpass verfassungsrechtlich nicht gedeckt sei.
"Nachdem die Vorgängerregierung den Kulturpass bereits haushalterisch auf null und damit faktisch eingestellt hat, gibt nun auch die Rechtslage kaum mehr Chancen, den Kulturpass neu zu beleben", sagte Weimer weiter.
Auf der Website des Kulturpasses steht bereits: "Das KulturPass-Projekt endet im Dezember 2025 und wird in seiner jetzigen Form nicht fortgesetzt. Bereits freigeschaltete Budgets können bis zum 30. November 2025 genutzt werden."
Der Kulturpass galt als Prestigeprojekt der früheren Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne), so dpa. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, über den die "Bild" berichtet hatte, sehe der Rechnungshof "keine verfassungsrechtliche Finanzierungskompetenz des Bundes für die Finanzierung des Kulturpasses", heißt es vonseiten des BKM. Kultur sei in Deutschland Ländersache. Demnach empfehle der Rechnungshof die Förderung des Bundes zu beenden und keine weiteren Ausgaben im Bundeshaushalt vorzusehen. "Wir nehmen das Urteil des Bundesrechnungshofs sehr ernst", so Weimer.
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