Dotiert mit 2.222 Euro

lit.Cologne-Debütpreis 2026 geht an Clara Leinemann

16. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Am Sonntagabend (15. März) wurde in Köln zum siebzehnten Mal der Debütpreis der lit.Cologne verliehen. Nach einer Veranstaltung mit den drei nominierten Kandidatinnen Son Lewandowski, Clara Leinemann und Nefeli Kavouras kürte das Publikum vor Ort die Gewinnerin per Live-Abstimmung.

Birgit Lichtenstein, Clara Leinemann mit Statuette und Moderatorin Marie-Christine Knop

Birgit Lichtenstein, Clara Leinemann und Moderatorin Marie-Christine Knop

Clara Leinemann wird für ihren Roman „Gelbe Monster“ (Suhrkamp) ausgezeichnet. Unter großem Applaus überreichte Birgit Lichtenstein, Vorständin des Hauptsponsors RheinEnergie AG, der Autorin die Silberschwein“-Trophäe. Der Preis ist mit 2.222 Euro dotiert.

Drei herausragende Werke wurden aus den literarischen Debüts des Frühjahrs 2026 von einer Fachjury ausgewählt. Die nominierten Autorinnen präsentierten ihre Erstlingswerke bei der Abendveranstaltung im Kölner Comedia-Theater im Rahmen des Literaturfestivals.

In ihrer Begründung zur vorangegangenen Auswahl als Kandidatin schrieb die Fachjury über Leinemanns Werk: "In 'Gelbe Monster' legt Clara Leinemann eine gescheiterte Beziehung auf den Seziertisch: Sie erzählt Charlies und Valentins Partnerschaft von ihrem Ende aus, mit all ihren Ambivalenzen und Abhängigkeiten. Mit einem feinen Gespür für plastische Figuren legt Leinemann ein packendes Debüt vor, das einen ungeheuerlichen Sog entwickelt. Ihre Protagonistin Charlie möchte man abwechselnd schütteln und umarmen, während man ihr durch ein toxisches Wechselbad aus Aggression und Anhänglichkeit folgt. Ein beeindruckender Roman über problematische Beziehungsdynamiken und weibliche Wut."