Ausgangspunkt der Reise ist Frankfurt an der Oder, das Ziel ist Mainz. Dazwischen besuchen die drei Frauen Orte, an denen historische und gesellschaftliche Bruchlinien sichtbar werden. In Grünheide bei Berlin etwa trifft Gröschner die Aktivistin Manuela Hoyer, die sich gegen den dortigen Bau des Tesla-Werks engagiert hat. In Kirchmöser, einem Ortsteil von Brandenburg an der Havel, beschäftigen sich die drei mit Industriegeschichte, bevor sie in Leinefelde-Worbis in Thüringen modernisierte Plattenbauten besuchen. Nach der Überquerung der früheren innerdeutschen Grenze schauen sie sich in Kassel das Mahnmal "86° Walter Halit" an, das an Halit Yozgat und Walter Lübcke erinnert, die von Rechtsradikalen ermordet wurden. Kurz vor Mainz spielt die Autoindustrie erneut eine Rolle, wenn Wenke Seemann in Rüsselsheim mit dem langjährigen Opel-Betriebsrat Jürgen Crämer spricht, der Aufschwung und Niedergang des Unternehmens miterlebt hat.