Dotiert mit 20.000 Euro

Preis der Literaturhäuser geht an Lena Gorelik

10. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2026 der Autorin und Essayistin Lena Gorelik. Sie sei nicht nur eine vielfach ausgezeichnete Autorin, sondern nutze die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs, um auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren.

Porträt von Lena Gorelik

Lena Gorelik

Mit ihrem Debütroman "Meine weißen Nächte" (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit "Hochzeit in Jerusalem" (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman "Wer wir sind" (2021), im Frühjahr 2026 erscheint "Alle meine Mütter" (alle Rowohlt Verlag). Außerdem schreibt Lena Gorelik regelmäßig Essays und Reportagen zu aktuellen Themen, u. a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit.

Als Mit-Herausgeberin von "Trotzdem sprechen" trat sie bei Veranstaltungen nach dem 7. Oktober 2023 dafür ein, im Dialog zu bleiben. Die gemeinsam mit Carolin Emcke gestaltete Lese-Performance von „József Debreczeni: Kaltes Krematorium“ trug dazu bei, die Erinnerungen an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachzuhalten. Lena Gorelik rege mit ihren Büchern und durch ihre Auftritte auf der Bühne zu einem differenzierten, lebendigen und kritischen Austausch an, so das Netzwerk der Literaturhäuser.

Preis und Preisverleihung

Der Preis der Literaturhäuser wird seit 2002 verliehen, zuletzt an Antje Rávik Strubel (2019), Marlene Streeruwitz (2020), Ingo Schulze (2021), Sasha Marianna Salzmann (2022) und Fiston Mwanza Mujila (2024). Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro. 

Die Preisverleihung findet am 19. März 2026, 15.30 Uhr auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat in der Glashalle der Leipziger Buchmesse statt.