In der Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt es, Hiroshi Yamamoto sei ein herausragender Vermittler deutschsprachiger Literatur in Japan. Als wissenschaftlicher Autor, Herausgeber und literarischer Übersetzer vom Deutschen ins Japanische gilt sein besonderes Interesse der Literatur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Eine große Anzahl von Autorinnen und Autoren sei durch seine Arbeiten erstmals in Japan vorgestellt worden, darunter Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Volker Braun, Rainald Goetz, Durs Grünbein, Christoph Hein, Felicitas Hoppe, Christa Wolf oder Marion Poschmann.
Mit seiner Übersetzung des Romans von Herta Müller "Der Fuchs war schon damals Jäger" (1992, jp. 1997) machte er die Autorin schon lange, bevor sie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, der japanischen Leserschaft bekannt. Weitere Übersetzungen ihrer Werke folgten, außerdem von Ilse Aichinger "Unglaubwürdige Reisen" (2007), von Thomas Bernhard "Alte Meister" (2010) und anderes mehr.