Elke Heidenreich nimmt das Wegwerfen des Titels "Alt genug" (Ullstein) ihrer Kollegin Ildikó von Kürthy, Platz 1 der aktuellen Sachbuch-Bestsellerliste, zum Anlass ihres Artikels. Scheck habe "wieder mal eine Autorin lächerlich gefunden und ihr Buch in seine berühmte Mülltonne geschmissen. Und alle Frauen, die dieses Buch gelesen haben, es mögen und es auf Platz eins der Bestsellerlisten geschossen haben, als blöde Trutschen gleich mit."
Ihren eigenen Büchern sei es ähnlich ergangen, so Heidenreich. Geschadet habe es ihnen nie – "wie denn auch? Um Mitternacht vom Teleprompter abgelesene Bosheiten bewirken gar nichts. Im Guten nicht, im Schlechten nicht, dass die ARD so was seit Jahren finanziert, ist so sinn- wie stillos. Kulturauftrag sieht anders aus." Heidenreich stellt vor allem einen "herablassenden Ton über Bücher von Frauen" fest, bemängelt fehlenden Respekt und zählt eine Reihe von Beispielen auf, darunter die Autorin Caroline Wahl. Gendern bringe nichts, im Kopf müsse etwas stattfinden.
Auch Ildikó von Kürthy bezieht in der aktuellen Ausgabe der Zeit Stellung. Sie antwortet unter der Überschrift "Ich kann Sie nicht mehr leiden, Denis Scheck". Sophie Passmann äußert sich in einem Instagram-Video und fordert von Scheck begründete Literaturkritik statt Äußerungen persönlicher Abneigungen.
Zur Druckfrisch-Sendung vom 29. März: Druckfrisch vom 29. März 2026 - hier anschauen
Zum Artikel von Elke Heidenreich in der Zeit: Literaturkritik: Warum darf Denis Scheck noch immer Bücher in die Tonne werfen? | DIE ZEIT
Zum Artikel von Ildikó von Kürthy in der Zeit: Ildikó von Kürthy gegen Denis Scheck: Ich kann Sie nicht mehr leiden, Denis Scheck | DIE ZEIT
Zum Instagram-Video von Sophie Passmann: Instagram
Zu den aktuellen Bestsellerlisten auf Börsenblatt online: Bestseller: Almstädt und Palphreyman legen Nummer 1-Starts hin
Letztlich ist er glaube einfach nur eine Art "radikaler Ästhet". Dafür müsste man sich eigentlich nicht derart an ihm abarbeiten. Er hat oft genug - eigene Meinung von mir - Unrecht mit seinen Einordnungen, sehr häufig aber eben doch recht.