In den vergangenen Jahren hätten sich die Rahmenbedingungen jedoch grundlegend verändert, so der KJM. In einer Zeit, da die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen stetig abnehme, habe der Regierungsrat Zürich die Subventionen sukzessive gekürzt. Projekte wie das "Infomobil" und zuletzt das "KIM Lesemagazin" mussten deshalb aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Ohne die Vielfalt an Projekten fehlte dem Verein jedoch zunehmend die Grundlage für eine nachhaltige Weiterführung seiner Tätigkeit.
"Der Verein hat über viele Jahre hinweg wertvolle Arbeit geleistet und Generationen von Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Literatur eröffnet", sagt Eva Zwahlen, Präsidentin KJM Zürich. "Diese Wirkung bleibt – auch wenn der Verein sich nun auflöst. Umso dankbarer sind wir allen, die den Verein über die Jahre getragen, geprägt und begleitet haben."
Mit dem Ende von KJM Zürich ende ein Kapitel – nicht jedoch das Engagement für die Leseförderung. Dieses lebe in den Institutionen, Projekten und Menschen weiter, die der Verein über Jahrzehnte vernetzt und inspiriert hat. Für alle, die der Kinder- und Jugendliteratur verbunden sind und bleiben wollen, würden die anderen Deutschschweizer Regionalorganisationen von Kinder- und Jugendmedien gute Alternativen bieten.