Businessplan für Sortimente

"Willkommen in der Wirklichkeit"

7. April 2026
Sabine Cronau

Erfolgreiche Buchhandlungen benötigen Struktur, ein gutes Netzwerk – und einen Businessplan, sagt Unternehmensberaterin Ellen Braun. Aber wie sieht ein guter Businessplan aus? Ihre wichtigsten Tipps für den Einstieg ins Thema.

Ellen Braun

Ellen Braun. Die Diplom-Kauffrau ist als Beraterin und Coach für Buchhandlungen und Verlage tätig – mit ihrem ­Würzburger ­Unternehmen "work&feelgood", das sie gemeinsam mit Steffen ­Hillebrecht betreibt.

Warum ist ein Businessplan bei der Existenzgründung unverzichtbar?

Ellen Braun: Wenn man einen Bankkredit haben will, gehört ein Businessplan zum Pflichtprogramm. Der Businessplan ist aber auch für die Existenzgründer:innen selbst wichtig. Er hilft dabei, die Ideen klar zu strukturieren: Welche Rechtsform soll mein Unternehmen haben, wie sieht mein Alleinstellungsmerkmal aus, welcher Standort eignet sich? Und speziell für Buchhandlungen: Warum sollen Menschen gerade bei mir einkaufen? Jeder ist verliebt in seine eigene Idee. Über den Businessplan kann man sein Gründungskonzept einer gründlichen Überprüfung unterziehen, das Projekt bei Familie und Freunden "pitchen". Das wiederum hilft dabei, in den wichtigen Verhandlungen mit Geld­gebern, Lieferanten oder Vermietern selbstbewusster aufzutreten.