FEP-Treffen mit Kommissarin Mariya Gabriel

Austausch über Europas Verlagsbranche

5. Februar 2021
von Börsenblatt

Peter Kraus vom Cleff, Präsident des europäischen Verlegerverbands FEP, und sein Vize Ricardo Franco Levi haben sich heute, am 5. Februar, mit EU-Kommissarin Mariya Gabriel zu einer Video-Konferenz getroffen. Auf der Agenda: die Situation des Verlagswesens in der Pandemie, nationale Hilfsanstrengungen für die Buchbranche sowie die EU-Programme Creative Europe und Horizon Europe.

Peter Kraus vom Cleff, FEP-Präsident

Mariya Gabriel ist die zuständige EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend – die Belange der Buchbranche fallen also in mehrfacher Hinsicht in ihr Ressort.

Über Horizon Europe, das auf sieben Jahre angelegte Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union, sagte Peter Kraus vom Cleff: "Angesichts der Herausforderung, die Überlegenheit der europäischen Verlagsbranche in der digitalen Welt zu erhalten, begrüßen wir die Gespräche, die wir mit der Kommissarin führen, um Forschung und Innovation im Bereich der Bücher zu unterstützen. Vieles kann und muss im Bereich der Zugänglichkeit, des Rechtemanagements oder einer fairen digitalen Infrastruktur getan werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Und das können wir nur erreichen, wenn wir als Europäer zusammenarbeiten."

Die FEP-Delegation tauschte sich mit Gabriel auch über aktuelle Regelungsvorhaben wie den Digital Services Act und den Digital Market Act aus. Thema war zudem die Umsetzung der im April 2019 verabschiedeten europäischen Urheberrechts-Richtlinie (Directive on Copyright in the Digital Single Market; kurz: DSM-Richtlinie), wobei Kraus vom Cleff und Levi die Unterstützung der Kommissarin für eine ausgewogene Politik lobten, das Ziel einer verstärkten kulturellen Vielfalt zu berücksichtigen.

Beim Treffen der beiden Verleger mit der Politikerin durfte das Thema Leseförderung nicht fehlen. Ricardo Franco Levi sagte, Leseförderung stecke schon in der DNA der Verlagsbranche. "Als Präsident des italienischen Verlegerverbands und Vizepräsident der FEP freue ich mich darüber, dass die Kulturminister Italiens und Sloweniens eine europaweite Initiative vorgeschlagen haben, die die Bürger dazu ermutigen soll zu lesen. Die FEP wird ihnen dabei aktiv zur Seite stehen und ihnen alle Kompetenzen auf diesem Feld zur Verfügung stellen.

Die FEP-Delegation lud Mariya Gabriel außerdem dazu ein, in ihrem Kalender die Vergabezeremonie für den Literaturpreis der Europäischen Union (European Union Prize of Literature; EUPL) und die Frankfurter Buchmesse vom 20.–24. Oktober vorzumerken – Anlässe, bei der man die Kommissarin persönlich treffen könne.

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