Ausgehend davon diskutierten Minister Timon Gremmels, Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz und Armin Wühle moderiert von Börsenvereins-Pressesprecher Thomas Koch darüber, wie Literatur dabei helfen kann, sich selbst und andere neu zu verstehen – und was Politik und Buchbranche tun können, damit unterschiedliche Lebensgeschichten ihren Platz in Gesellschaft und Branche finden.
In der Diskussion wurde deutlich, dass queere Themen auf dem Buchmarkt eine wachsende Rolle spielen – sowohl bei Verlagen mit dezidiert queerem Programm als auch bei großen Publikumsverlagen. Gerade kleine Verlage stünden aber, so Sebastian Guggolz, wirtschaftlich zunehmend unter Druck, weshalb der Verband seit langem eine strukturelle Förderung fordere. Minister Timon Gremmels betonte, dass es in einer Zeit zunehmenden Populismus und eines rechtskonservativen Backlash wieder wichtiger werde, Flagge zu zeigen und das Wort zu ergreifen, gerade auch für ihn als Politiker.