Vorlesewettbewerb

Fast alle Landessieger stehen fest

22. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Es ist Mai – und die Landesentscheide des bundesweiten Vorlesewettbewerbs 2025/26 stehen an. Die meisten Landessieger:innen wurden bereits gekürt. Wir aktualisieren die Meldung fortlaufend.

Das Plakat zum Vorlesewettbewerb 2025/26

Das Plakat zum Vorlesewettbewerb 2025/26

Landesentscheid in Baden-Württemberg

Landessiegerin Zahra Arwa Merdivan mit Julian Janssen ("Checker Julian", KiKA)

Landessiegerin Zahra Arwa Merdivan mit Julian Janssen ("Checker Julian", KiKA)

Zahra Arwa Merdivan ist Landessiegerin beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels in Baden-Württemberg. Die Schülerin von der Josef-Schwarz-Schule in Erlenbach setzte sich am 20. Mai beim Landesentscheid im SpardaWelt Eventcenter in Stuttgart durch, teilt der Landesverband Baden-Württemberg mit. Mit einer Passage aus "Die Bibliothek der verborgenen Erinnerungen" von Kekla Magoon überzeugte Zahra die Jury und qualifizierte sich für das Bundesfinale am 24. Juni 2026, das in diesem Jahr erstmals im Europa-Park in Rust stattfindet.

Durch die Veranstaltung führte Julian Janssen ("Checker Julian", KiKA). Für Unterhaltung sorgte Beatboxer Robert Wolf alias Robeat. Veranstaltet wurde der Landesentscheid vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg, gemeinsam mit der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg. 
 
Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht: Die 11- bis 12-jährigen Teilnehmer:innen zeigten in einem hochklassigen Wettbewerb eindrucksvoll, wie viel Ausdruck, Textverständnis und Mut auf einer Bühne in ihnen steckt.

In der Jury wirkten mit:

  • Marcus Raffel (Autor, Drehbuchautor und Headwriter, Bochum),
  • Jennifer Sturm (Buchbloggerin aus Stuttgart, @jennysbookclub),
  • Levi Joshat (Landessieger 2025),
  • Julia Nickerl (Sparda-Bank Baden-Württemberg)
  • sowie Robert Wolf alias Robeat.

Nach intensiver Beratung traf das Gremium seine Entscheidung.

Alle Wettbewerbsteilnehmer:innen erhielten Buchpreise, darunter der Roman "Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel (Thienemann) sowie "BUNT" von Cornelia Franz (Gerstenberg).

Landesentscheid in Bayern

Sara Meryem Önem mit Annette Roeder

Sara Meryem Önem mit Annette Roeder

In einem spannenden Landesentscheid wurde am 18. Mai Bayerns beste Vorleserin gekürt. Sara Meryem Önem aus dem Klenze-Gymnasium München setzte sich gegen 15 andere Sechstklässler:innen aus ganz Bayern durch. Anlässlich des bayerischen Finales kamen rund 100 Gäste aus allen Regierungsbezirken nach Landshut in den Salzstadel, wo sie vom Dritten Bürgermeister Hans-Peter Summer begrüßt wurden. Veranstaltet wurde der Landesentscheid vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung Hugendubel sowie der Stadtbücherei. Bayern 2 war mit seiner Kindersendung Radiomikro der Medienpartner des Landesentscheids in Bayern. Die Radiomikro-Reporterin Katrin Waldenburg moderierte die Veranstaltung, wie der Landesverband Bayern mitteilt.

Die beste Vorleserin Bayerns wurde in zwei Runden ermittelt. Nach einer dreiminütigen Lesung aus einem selbst gewählten Buch musste in der zweiten Runde ein unbekannter Text gelesen werden. Diesen brachte dieses Jahr als Überraschungsgast die Autorin Annette Roeder mit. Die 16 Teilnehmer:innen lasen aus ihrem Buch "Frag Philomena Freud" (Knesebeck), ein im Wien der 1920er Jahre angesiedelter Jugendroman, in dem das Straßenmädchen Philomena einen kniffligen Fall löst.

Großer Halbkreis: Alle Teilnehmer:innen auf der Bühne des Salzstadel

Großer Halbkreis: Alle Teilnehmer:innen auf der Bühne des Salzstadel

Die verantwortungsvolle Aufgabe, die Siegerin zu bestimmen, übernahmen folgende Jury-Mitglieder:

  • Kristin, Landessiegerin beim Vorlesewettbewerb 2025 aus Eckental bei Erlangen,
  • Alice Groffner von der Stadtbücherei Landshut,
  • Konrad Kustner vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus,
  • der Autor Titus Müller,
  • Inga Nobel, Redakteurin beim Bayerischer Rundfunk,
  • Ella Schulz vom Landestheater Niederbayern
  • sowie Katrin Schweinbeck von der Buchhandlung Hugendubel.

Die Jury bewertete Textverständnis, Lesetechnik und Textgestaltung. Dabei kam es vor allem auf Lesefreude, sinnbetontes Erfassen der Texte und natürliches Auftreten an.

Alle teilnehmenden Kinder bekamen eine Urkunde sowie Buchgeschenke überreicht. Für Sara geht es nun beim Bundesentscheid weiter. Sie gewinnt außerdem einen Buchgutschein und eine Einladung von Radiomikro nach München ins BR Funkhaus, um bei einer Live-Sendung dabei zu sein. Am Freitag, 22. Mai, um 18.00 Uhr berichtet Radiomikro auf Bayern 2 vom Landesentscheid.

Landesentscheid in Berlin

Clara Wüst mit Urkunde und Buch

Clara Wüst ist die beste Vorleserin Berlins

Die zufällig geloste Reihenfolge hat zwar dafür gesorgt, dass Clara Wüst am längsten auf ihren Leseauftritt warten musste, aber das hat ihrem Vorlesen nicht im Geringsten geschadet. Die Schülerin aus dem Bezirk Treptow-Köpenick hat die Jury beim Landesentscheid Berlin von ihren Lesekünsten absolut überzeugt – und sie hat Clara Wüst zur Landessiegerin gekürt. Am 13. Mai in der Amerika-Gedenk-Bibliothek hat sie zusammen mit elf anderen Vorleser:innen zwei unterschiedlichen Textpassagen ihre Stimme gegeben, wie der Landesverband Berlin-Brandenburg mitteilt.

Zu der Jury gehörten:

  • Karen Gröning (Bibliothekarin) 
  • Bernadette Lange (Börsenverein Berlin-Brandenburg e.V.)
  • Margarita Ruby (Kinderbuchhändlerin, Krumulus Buchhandlung)
  • Gerrit Schmidt-Foß (Synchronsprecher)
  • Oliver Spatz (Kulturzug Berlin-Breslau)
  • Ayla Uluçam (Vorjahressiegerin Landesentscheid Berlin 2025 & Siegerin des Bundesentscheids 2026)

Landesentscheid in Brandenburg

Emil Vogt mit Anna Ruhe

Emil Vogt mit Anna Ruhe

Am 20. Mai wurde die Fouqué-Bibliothek in Brandenburg an der Havel zum Austragungsort des Landesentscheids in Brandenburg. Nach einer Begrüßung durch Daniel Keip, den neuen Oberbürgermeister der Stadt, der sich diesen Termin nicht nehmen lassen wollte, ging es auch schon los, berichtet der Landesverband Berlin-Brandenburg. Fünf Vorleser:innen aus ganz Brandenburg haben es der Jury in diesem Jahr wirklich mehr als schwer gemacht. Alle fünf haben mit ganz unterschiedlichen Stärken sowohl beim vorbereiteten Lesestück als auch beim unbekannten Text beeindruckt. Am Ende konnte Emil Vogt von der Grundschule Putlitz in Pulitz von sich überzeugen und wird Brandenburg am 24. Juni beim Bundesfinale vertreten.

Zu der Jury gehörten:

  • Bernadette Lange (Börsenverein Berlin-Brandenburg e.V.)
  • Anna Ruhe (Autorin)
  • Nadin Sternberg (Bibliothekarin)

Landesentscheid in Bremen

Foto der Landessiegerin Mila Neumann

Mila Neumann hat den Landesentscheid Bremen gewonnen

Die beste Vorleserin Bremens steht fest: Von insgesamt neun teilnehmenden Sechstklässler:innen wählte die Jury die Schülerin Mila Neumann von der Oberschule am Barkhof in Bremen zur diesjährigen Landessiegerin. Der Landesentscheid fand am 7. Mai in der Stadtbibliothek Bremerhaven statt.

Mit einer Passage aus "Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel (Thienemann Verlag) überzeugte die Sechstklässlerin die Jury. Mila Neumann vertritt nun Bremen beim Bundesfinale des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels am 24. Juni.

Zur Jury gehörten:

  • Ole Biederbick (Kinder- und Jugendbeauftragter)
  • Tanja von Bostel (Buchhandlung Memminger)
  • Petra Riggers (Buchhandlung Hübener)
  • Stefanie Dunkel (Kulturamt)
  • Lucia Reiners (Auszubildende der Stabi Bremerhaven)
  • Heide von Hassel-Hüller (Freundeskreis der Stabi Bremerhaven).

4.700 Schüler:innen an 53 Schulen nahmen dieses Jahr in Bremen an dem Wettbewerb teil.

Landesentscheid in Hamburg

Foto von Nora Mungard

Nora Mungard fährt für Hamburg ins Bundesfinale

Von insgesamt elf teilnehmenden Sechstklässler:innen wählte die Jury die Schülerin Nora Mungard vom Luisen-Gymnasium Bergedorf zur diesjährigen Landessiegerin, teilt der Landesverband Nord im Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Mit einer Passage aus "Lotti Brooks: Völlig fertig vom Leben" von Katie Kirby (Atrium Kinderbuch) überzeugte die Sechstklässlerin die Juror:innen. Sie vertritt nun Hamburg am 24. Juni beim Bundesfinale des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. 

Der Wettbewerb wurde am 8. Mai von den Bücherhallen Hamburg in der Zentralbibliothek ausgerichtet.

Zur Jury gehörten:

  • Andrea Chiapperino, Buchhandlung FrauBÜCHERT
  • Katharina Gust, Zentralbibliothek
  • Marco Kruschke, Sparda-Bank Hamburg
  • Inga Reuters, Jumbo Verlag
  • Luna Claire Tallarek, Landessiegerin Hamburg 2025.

11.500 Schüler:innen an 115 Schulen nahmen dieses Jahr in Hamburg an dem Wettbewerb teil.

Landesentscheid in Hessen

Foto von Landessiegerin Milena Wagner (links) zusammen mit der Vorjahressiegerin Amalia Schröder

Landessiegerin Milena Wagner (links) zusammen mit der Vorjahressiegerin Amalia Schröder

Milena Wagner, Schülerin der Gesamtschule Solms, ist die beste Vorleserin in Hessen. Am 7. Mai wurde in Frankfurt am Main die Landessiegerin Hessen im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gekürt. Veranstalter waren der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V. im Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit der Sparda-Bank Hessen eG.

Acht Schüler:innen der 6. Klassen reisten an, um das Landesfinale in den Räumlichkeiten der Sparda-Bank Hessen eG zu bestreiten. Rund 35 Zuschauer:innen – Eltern, Geschwister und Freunde – fieberten mit den Vorleser:innen mit, wie der Landesverband mitteilt. Publikum und Jury waren sehr angetan von der Auswahl der vielen verschiedenen Geschichten, die alle zum Schmunzeln, Lachen oder Nachdenken brachten.

In zwei Durchgängen lasen die Kinder einen Text ihrer Wahl und einen unbekannten Text, der für den Landesentscheid ausgewählt wurde. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl.

Der kompetenten, eigens für diesen Wettbewerb berufenen Jury :

  • Eva Fauth, Kruschel – die Kinderzeitung der VRM,
  • Grischa Götz, Buchhandlung Eselsohr,
  • Andreja Rumpf, Medien und Öffentlichkeitsarbeit Sparda-Bank Hessen eG,
  • Amalia Schröder, Vorjahressiegerin Hessen 2025
  • und Niklas Vogel, hr2-kultur

fiel es nicht leicht, bei den ausgeglichenen Leistungen eine Entscheidung zu treffen. Sie bestimmte dennoch klar Milena Wagner, Schülerin der Gesamtschule Solms in Solms, als Siegerin. Gekonnt Akzente setzend las sie aus dem Buch "Pu, der Bär" von A. A. Milne. Sie wird ihr Bundesland am 24. Juni beim Bundesfinale vertreten.

In Hessen waren in der Wettbewerbsrunde 2025/26 insgesamt 525 Schulen mit 53.160 Kindern der sechsten Klassen dabei, dies entspricht einer Quote von 70 % aller teilnahmeberechtigten Schulen und bedeutet im bundesweiten Ranking Platz 1. 

Landesentscheid in Mecklenburg-Vorpommern

Beste Vorleserin in Mecklenburg-Vorpommern ist Lotte Prinzler (zweite von links)

Beste Vorleserin in Mecklenburg-Vorpommern ist Lotte Prinzler (zweite von links)

Die beste Vorleserin Mecklenburg-Vorpommerns steht fest: Von insgesamt sechs teilnehmenden Sechstklässler:innen wählte die Jury die Schülerin Lotte Prinzler vom Goethe-Gymnasium in Demmin zur diesjährigen Landessiegerin.

Mit einer Passage aus "Sepia und das Erwachen der Tintenmagie" von Theresa Bell (Thienemann Verlag) überzeugte die Sechstklässlerin die Juror:innen. Lotte vertritt nun Mecklenburg-Vorpommern beim Bundesfinale am 24. Juni im Europa-Park in Rust.

Der Landesentscheid Mecklenburg-Vorpommern fand am 12. Mai im Altstädtischen Rathaus in Schwerin statt.

Zur Jury gehörten:

  • Sabrina Schröter, Stadtbibliothek Schwerin
  • Dr. Kersten Athanasiadis, Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
  • Tilo Tambach, Der Buchladen rein(ge)lesen
  • Silke Zengel, Buchhandlung Hugendubel Schwerin
  • Magdalena Schrang, Landessiegerin 2025.
Landesentscheid in Mecklenburg-Vorpommern: Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen

Landesentscheid in Mecklenburg-Vorpommern: Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen

9.380 Schüler:innen an 158 Schulen nahmen dieses Jahr in Mecklenburg-Vorpommern an dem Wettbewerb teil.

Alle Kinder, die am Landesentscheid teilnahmen, erhielten das Buch "Bunt" von Cornelia Franz (Gerstenberg Verlag) als Geschenk. Die Landessiegerin gewannen zusätzlich einen Bücherscheck.

Landesentscheid in Niedersachsen

Porträtfoto von Lotta Wunder

Beim Landesentscheid in Niedersachsen setzte sich Lotta Wunder durch

Die beste Vorleserin Niedersachsens steht fest: Von insgesamt sechs teilnehmenden Sechstklässler:innen wählte die Jury die Schülerin Lotta Wunder von der Integrierte Gesamtschule Melle zur diesjährigen Landessiegerin, teilt der Landesverband Nord mit.

Mit einer Passage aus "Flüsterwald – Das Abenteuer beginnt" von Andreas Suchanek (Ueberreuter) überzeugte die Sechstklässlerin die Jury. Lotta vertritt nun Niedersachsen beim Bundesfinale.

Landtagspräsidentin Hanna Naber lobte die beeindruckenden Lesefähigkeiten aller Teilnehmer:innen und freute sich, dass das Landesfinale am 18. Mai im Niedersächsischen Parlament in Hannover stattfand.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen im niedersächsischen Landtag

Die Teilnehmer:innen im niedersächsischen Landtag

Zur Jury gehörten:

  • Hanna Naber, Präsidentin des Niedersächsischen Landtags
  • Birgit Nerenberg, Buchhandlung Sternschnuppe in Hannover
  • Nina Weger, Autorin
  • Julia Kronberg, Friedrich-Bödecker-Kreis in Hannover
  • Peer Emil Søren Bartz, Landessieger 2025.

64.580 Schüler:innen von 704 Schulen nahmen dieses Jahr in Niedersachsen an dem Wettbewerb teil.

Landesentscheid in Nordrhein-Westfalen

NRW-Landessieger Henri Wüstenberg mit Buch und Urkunde

Henri Wüstenberg gewann den Landesentscheid in NRW

Am 13. Mai fand der Landesentscheid Nordrhein-Westfalens im Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr statt. Gemeinsam mit der Buchhandlung Hilberath & Lange wurde die Veranstaltung von der Regionalgeschäftsstelle NRW im Börsenverein durchgeführt.

Bester Vorleser 2026 in Nordrhein-Westfalen ist Henri Wüstenberg vom Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen. Seine selbst gewählte Passage aus "Feuerwanzen lügen nicht" von Stefanie Höfler überzeugte die Jury genauso wie seine Leistung beim Lesen des unbekannten Textes. In der zweiten Runde lasen alle Kinder aus dem Buch "Dodo" von Mohana van den Kroonenberg und Thomas M. Müller, erschienen im Gerstenberg Verlag.

Die Jury bestehend aus

  • Julia Becker, Verlegerin der Funke Mediengruppe,
  • Christian Felix, Lehrer an der Gustav-Heinemann Gesamtschule,
  • Kinder- und Jugendbuchautorin Lisa Bogen
  • sowie Asuman Rossenbeck vom Verlag an der Ruhr
  • und Vera Tscheschlok aus der Stadtbibliothek

waren sich nach der zweiten Leserunde in der Jurysitzung einig. Sie kürten Henri 2026 zum besten Vorleser der sechsten Klassen in Nordrhein-Westfalen. 

Nach der Begrüßung durch den Mülheimer Oberbürgermeister Marc Buchholz setzte sich Henri gegen 17 Schüler:innen aus seinem Bundesland durch, die alle mit Urkunden und Buchpreisen gefeiert wurden. Der Sieger vertritt nun Nordrhein-Westfalen beim Bundesfinale am 24. Juni.

Die Regionalgeschäftsstelle NRW richtet den Landesentscheid jedes Jahr mit einer anderen Buchhandlung aus. Für 2026 hatte die Buchhandlung Hilberath & Lange ihr Interesse bekundet. Die beiden Inhaberinnen Silvia Becker und Susanne Mertens haben die Buchhandlung im Stadtteil Saarn 2022 übernommen und sehen die Leseförderung als eine zentrale Aufgabe.

Mertens betont: "Es gibt doch kaum etwas Schöneres als vorzulesen! Egal ob seinen Kindern, Enkeln oder Freunden. Andere mitzunehmen in fremde Welten, gemeinsam spannende Abenteuer zu erleben oder über interessanten Lesestoff zu diskutieren. Und jungen Menschen dabei lauschen, Sie auf ihrem Weg zum Vorlesestar begleiten zu dürfen, das war und ist unsere Motivation den Landesentscheid auszurichten. Wir alle wissen doch, lesen macht nicht nur glücklich, sondern auch schlau."

Landesentscheid NRW: Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen

Landesentscheid NRW: Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen

In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 1.270 Schulen mit über 122.820 Schüler:innen. Damit lag die Teilnahmequote mit 56 Prozent wieder deutlich höher als im Vorjahr (49 Prozent) und genau im Bundesdurchschnitt. Der Landesentscheid in Nordrhein-Westfalen ist mit 18 Teilnehmer:innen bundesweit der größte. Weitere Informationen zum Landesentscheid stehen online: https://www.boersenverein-nrw.de/kultur-lesen/vorlesewettbewerb/

Landesentscheid in Rheinland-Pfalz

Siegerin Lill Larsen und Vorjahressieger Bruno Kurz

Siegerin Lill Larsen und Vorjahressieger Bruno Kurz

Am 19. Mai wurde in Kaiserslautern die rheinland-pfälzische Landessiegerin im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gekürt. Veranstalter waren der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland in Kooperation mit dem Gymnasium am Rittersberg. Acht Schüler:innen der 6. Klassen reisten zum Landesentscheid nach Kaiserslautern, um die letzte Etappe des 67. Vorlesewettbewerbes in den Räumlichkeiten des Gymnasiums zu bestreiten.

In zwei Durchgängen lasen die Kinder zunächst einen Text ihrer Wahl und schließlich einen ihnen unbekannten Text, der für den Landesentscheid ausgewählt wurde. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl, so der Landesverband.

Der eigens für diesen Wettbewerb berufenen Jury gehörten an:

  • Franz-Josef Burkart, Buchhandlung Blaue Blume
  • Bruno Kurz, Vorjahressieger Landesentscheid 2025
  • Christiane Müller, Stadtbibliothek Kaiserslautern
  • Dr. Lothar Oebel, Ministerium für Bildung, Mainz
  • Peter-Pascal Portz, Lokalredaktion Rheinpfalz

Die Jury votierte schließlich für Lill Larsen vom Alfred-Grosser-Schulzentrum Orientierungsstufe in Bad Bergzabern als Siegerin. Sie las aus dem selbst gewählten Roman von Marianne Kaurin "Irgendwo ist immer Süden". Lill wird nach dieser tollen Leistung Rheinland-Pfalz am 24. Juni beim Bundesfinale vertreten. 

Landesentscheid im Saarland

Foto von Bela Schwäbe

Bela Schwäbe ist der Landessieger im Saarland

Acht Vorleser:innen gingen am 5. Mai für den Landesentscheid des Vorlesewettbewerbs im Saarland ins Rennen: Gewonnen hat Bela Schwäbe, Schüler der Gemeinschaftsschule am Warndtwald in Überherrn. Er vertritt das Saarland beim großen Bundesfinale am 24. Juni, wie der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland im Börsenverein mitteilt.

In diesem Jahr wurde der Landesentscheid wieder im Forum der Saarbrücker Zeitung ausgetragen, die jahrelanger Kooperationspartner des Wettbewerbes ist. Die acht Teilnehmer:innen lasen einen Text ihrer Wahl und in der zweiten Runde des Wettbewerbes eine Passage aus einem unbekannten Buch. Der kompetenten, eigens für diesen Wettbewerb berufenen Jury fiel es nicht leicht, bei den ausgeglichenen Leistungen Unterschiede auszumachen, jedoch brachte der vorgelesene Fremdtext eine Entscheidung. Bela Schwäbe überzeugte sowohl mit seiner selbstgewählten Passage aus "Die schlimmste Klasse der Welt (Band 3) – Jetzt erst recht! " von Juma Kliebenstein als auch mit seiner Lesung aus dem Fremdtext. Gekonnt habe er Akzente gesetzt und die Zuhörer:innen so in seinen Bann gezogen.

Im Saarland nahmen in diesem Jahr 88 Schulen und insgesamt 6.280 Schüler:innen der sechsten Klassen am Vorlesewettbewerb teil. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern ergibt das eine Teilnahmequote von 61%.

Landesentscheid in Sachsen

Gretel Kopp, Landessiegerin in Sachsen, sitzt an einem Tisch und hält ein Buch hoch

Gretel Kopp ist die Landessiegerin in Sachsen

Gretel Kopp, Schülerin des Gymnasiums der Robert-Schumann-Schule in Leipzig setzte sich am 9. Mai beim Landesentscheid in Grimma gegen sechs Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Mit einer souverän gelesenen Passage aus "Sally Jones – Mord ohne Leiche" von Jakob Wegelius (Gerstenberg) überzeugte Gretel die Landesjury und vertritt nun Sachsen beim Bundesfinale des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels am 24. Juni.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten hervorragende Lesefertigkeiten und machten es der Jury nicht leicht. In der ersten Leserunde stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein selbst gewähltes Buch vor und lasen drei Minuten daraus. In Runde zwei, in der völlig unvorbereitet ein fremder Text gelesen wurde, stand das Buch "Der Sommer, in dem mich der Blitz traf" von Lauren Wolk im Mittelpunkt. Durch einen Punktegleichstand in Runde zwei musste sogar noch eine dritte Runde folgen. Dort lasen die Kinder – passend zum Jubiläumsjahr des Autors – eine Passage aus James Krüss‘ "Timm Thaler".

Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen am Landesentscheid Sachsen

Gruppenfoto mit allen Teilnehmer:innen am Landesentscheid Sachsen

Zur Jury in Sachsen gehörten:

  • Britta Selle, Redakteurin Kinder- und Jugendbuch beim mdr, Leipzig/Halle
  • Kristina Hagen, Erziehungswissenschaftlerin, Literaturpädagogin, LeseLust Leipzig e.V. und Junges Literaturbüro Leipzig e.V., Leipzig
  • Dana Reichardt-Thieme, Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Ethik, Grimma
  • Maike Beier, Literaturpädagogin und Sprachbildnerin, Inhaberin von Literatour Sachsen, Dresden
  • Max Bringmann, Lehrer für Deutsch und Geschichte, Gastgeber von "Frontispiz. Der Literaturpodcast", Grimma/Rochlitz

Landesentscheid in Schleswig-Holstein

Porträtfoto von Johanna Fricke

Johanna Fricke ist die Landessiegerin von Schleswig-Holstein

Von insgesamt sechs teilnehmenden Sechstklässler:innen wählte die Jury die Schülerin Johanna Fricke vom Detlefsengymnasium in Glückstadt zur diesjährigen Landessiegerin in Schleswig-Holstein. Die Veranstaltung fand am 19. Mai im Kieler Landtag statt.

Mit einer Passage aus "Gangsta-Oma" von David Walliams (Fischer Sauerländer) überzeugte die sie die Jury. Johanna vertritt nun Schleswig-Holstein beim Bundesfinale, teilt der Landesverband Nord im Börsenverein mit.

Gruppenfoto aller Teilnehmer:innen

Die Teilnehmer:innen in Kiel

 

Zur Jury gehörten:

  • Ines Balwanz, Buchhandlung Lavorenz in Uetersen
  • Carolin Schäfer, Schleswig-Holsteinischer Landtag
  • Birgit Knott, Stadtbücherei Kiel
  • Inga Reuters, Jumbo Verlag Hamburg
  • Jakob Eckhoff, Landessieger 2025.

18.860 Schüler:innen an 246 Schulen nahmen dieses Jahr in Schleswig-Holstein an dem Wettbewerb teil.

Landesentscheid in Thüringen

Emma Schmidt sitzt am Vorlesetisch

Emma Schmidt fährt für Thüringen zum Bundesfinale

Großer Applaus am 13. Mai im festlich gefüllten Rathausfestsaal in Erfurt: Beim Thüringer Landesentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels überzeugte Emma Schmidt aus Apolda die Jury mit ihrer ausdrucksstarken Lesung und sicherte sich den Titel der Landessiegerin Thüringen 2026, wie Peter Peterknecht von der Erfurter Buchhandlung Peterknecht mitteilt.

Die Schülerin der Bergschule Apolda setzte sich gegen die besten Vorleserinnen und Vorleser Thüringens durch und wird das Bundesland nun beim Bundesfinale am 24. Juni vertreten. Mit viel Gefühl, sicherer Stimme und großer Bühnenpräsenz begeisterte Emma das Publikum mit einer Passage aus dem Buch "Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti – schön wär’s" von Emma Flint.

Der Landesentscheid fand im Rahmen der 28. Erfurter Kinderbuchtage statt, die von der Buchhandlung Peterknecht organisiert werden. Schirmherr der Veranstaltung war Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn. Freunde, Familien, Lehrkräfte sowie zahlreiche Gäste sorgten im Rathausfestsaal für eine herzliche und spannende Atmosphäre.

Zur Thüringer Landesjury gehörten:

  • Marina Glöckner, ehemalige Leiterin der Kinderbibliothek
  • Juliane Sacher, Mitarbeiterin der Kinderbibliothek
  • Thomas Bartsch, stellvertretender Chefredakteur der Thüringer Allgemeine
  • Patricia Stepputis, Citymanagerin der Stadt Erfurt
  • Katrin Peterknecht, Buchhandlung Peterknecht 

Geschenke für die Teilnehmer:innen

Alle an den Landesentscheiden teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und das Buch "Bunt" von Cornelia Franz (Gerstenberg). Die Landessieger:innen gewannen zusätzlich einen Büchergutschein.

Zum Vorlesewettbewerb 2025/26

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Er findet bereits zum 67. Mal statt und wird jährlich von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen durchgeführt. Öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch hervorrufen, Leselust wecken und die Lesekompetenz von Kindern stärken, gehört zu den zentralen Anliegen des Verbandes.

In der Wettbewerbsrunde 2025/26 gingen bundesweit 560.170 Kinder an 7.195 Schulen an den Start. Mitmachen können alle sechsten Schulklassen. Für die 16 Landeswettbewerbe hatten sich bundesweit 156 Schüler:innen qualifiziert.

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet.

Er startet jeweils im Oktober an den Schulen und verläuft über mehrere regionale und länderweite Etappen bis zum Bundesfinale am 24. Juni. Dieses findet ab 11 Uhr im Europa-Park Rust statt und wird live im Internet übertragen.

Weitere Informationen: www.vorlesewettbewerb.de

Das gibt es zu gewinnen:

Für alle Teilnehmenden: Urkunde & Buch 

Für Bundessieger:in

  • Bücherscheck & Wanderpokal
  • Lesung eines oder einer Wunschautor:in an der Schule
  • Umfangreiches Buchpaket für Schulbibliothek
  • Einladung in die Bundesjury der kommenden Wettbewerbsrunde

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