Im Format "World Café" diskutieren die Teilnehmenden in thematischen Kleingruppen selbst gewählte Fragen, etwa zu Resilienz: Was gibt uns in turbulenten Zeiten Halt? Was stärkt uns? Als ungemein wichtig wurden Kommunikation und der Austausch mit anderen empfunden. Auch gelte es zu akzeptieren, wenn man Herausforderungen nicht bewältigen oder Probleme nicht lösen könne – "es hilft nicht, wenn alle nur über das Negative reden", so eine Erkenntnis der Workshopgruppe. Zudem sei Sachlichkeit im Dialog gefordert und: "Um resilient zu bleiben, müssen wir auch die Lesekompetenz fördern, die ist nicht mehr selbstverständlich gegeben." Hilfreich sei, am Arbeitsplatz "Strukturen und Räume zu schaffen, in denen wir uns in unserer Arbeitszeit unter uns äußern können." Ein weiterer Punkt: "Was ist mit dem Austausch, der am Ende folgenlos ist, wo nichts umgesetzt wird? Wichtig ist selbst das kleine Feedback – schließlich ist nichts selbstverständlich. Ohne Feedback staut sich einiges an - Feedback heißt: wahrgenommen werden, und das ist wichtig für Resilienz."
In einem anderen Workshop ging es darum, wie man ein Bewusstsein in der Branche schaffen kann, dass ehrenamtliches Engagement wichtig ist. Die Parlamentarier:innen wünschen sich, dass Unternehmen auch zeitlich ermöglichen, dass man ehrenamtlich tätig sein kann. Ein der Kernfragen: Wie kommen die Informationen etwa über ZukunftsAG und Zukunftsparlament überhaupt zu denen, die interessiert sind? Bei Universitäten etwa komme selten etwas an, so die Erfahrungen, obwohl nicht wenige für solche Informationen offen seien. Am besten gehe das über persönliche Kontakte, über E-Mails. Auch eine Sichtbarmachung sei wichtig: "Bei jeder Stipendiumsausschreibung wird ehrenamtliches Engagement gerne gesehen – aber es müsste auch einen Nachweis, eine gewisse Zertifizierung geben." Zudem müsse man "Ehrenamt" konkretisieren: Wenn es ein buchbranchenspezifisches Ehrenamt sei, werde es auch vom Arbeitgeber anders wahrgenommen. Gewünscht war auch ein Onboarding im Ehrenamt, dass man abgeholt wird mit Projektplänen und dem zu erwartenden Workload.
Offenheit für Neues, Flexibilität, andere im Team mitnehmen, das waren Erkenntnisse im Workshop zu Veränderungen und KI. "Es ist nicht für alle gleich leicht", konstatierte Kira Borchers, "und wir müssen uns fragen: Wie gehe ich auf Kollegen zu?" Es gelte aber auch, Grenzen für sich selbst zu setzen – "ich stehe für Veränderungen, aber ich habe meine Meinung und definiere selbst, wann ich einen Schritt nicht mitgehe." Weitere Fragen: Wo finde ich Räume, um mich fortzubilden und wie reflektiere ich? "Es stehen so viele Veränderungen im Raum, das sollten wir positiv als Chance begreifen: Welche kleinen Dinge kann ich für mich umsetzen?", so Borchers. Im Workshop zu Communities war ein Umgang auf Augenhöhe gewünscht: "Oft trifft ein Gremium eine Top-Down-Entscheidung – eine Community hingegen diskutiert Entscheidungen bottom up." Wie Entscheidungen vermittelt werden, das werde zunehmend wichtiger.