In der Fachgruppenversammlung Herstellender Buchhandel war die Leipziger Grafikerin Hannah Feldmeier (www.graphik-sammlung.de) mit einem Impulsvortrag zum Thema "Beste Cover für gute Bücher" eingeladen. Feldmeier hat ihr Atelier im Leipziger Tapetenwerk, seit rund einem Dutzend Jahren ist sie vor allem in der Kunstbuchbranche unterwegs. Sie gestaltet Kataloge und Künstler-Monographien für Verlage wie Kehrer, Kerber, Prestel oder Hatje Cantz. In Zeiten, in denen KI auf dem Vormarsch ist, plädiert Feldmeier dafür, wieder "mehr Analog" zu wagen: "Wenn man zeichnet, collagiert, mit echten Materialien arbeitet, wird irgendwann wieder etwas Digitales entstehen – aber solche Arbeiten haben mehr Seele als die schnelle KI-Lösung." Feldmeier ist bewusst, dass sie sich mit ihren Ideen im Kunstbereich (in dem mittlerweile die Künstler die Auflagen bezahlen) stärker ausleben kann, als wenn sie Sachbücher oder Belletristik-Cover für einen Publikumsverlag gestalten würde. "Es war mir klar, dass die Verlegerinnen und Verleger mit meinen Angeboten etwas fremdeln würden", sagt Feldmeier. Die dennoch überzeugt ist, viele praktische Tipps und Impulse für die tägliche Verlagsarbeit an den Mann und die Frau gebracht zu haben. Und auch auf einem weiteren Feld, auf dem viel Luft nach oben ist, wünscht man Hannah Feldmeier offene Ohren und Herzen: "Die Kompetenz in der Beurteilung von Covern ist in Verlagen stark ausbaufähig."