Welche Chancen Kooperationen bieten
Beim Schulbuchgeschäft in NRW gibt es Änderungen. Im Interview erläutern Reinhilde Rösch und Alexander Kleine den aktuellen Stand.
Beim Schulbuchgeschäft in NRW gibt es Änderungen. Im Interview erläutern Reinhilde Rösch und Alexander Kleine den aktuellen Stand.
NRW hat die Unterschwellenvergabe für öffentliche Aufträge und damit auch fürs Schulbuch neu geregelt – und zwar für alle Aufträge bis zu einem Volumen von 216.000 Euro netto. Ab dieser Schwelle ist nach EU-Recht eine europaweite Ausschreibung verpflichtend. Wird es für den lokalen Buchhandel damit leichter, an Aufträge unterhalb dieser Summe zu kommen?
Reinhilde Rösch: Das lässt sich pauschal schwer sagen. Es kommt sehr auf die einzelne Buchhandlung an und wie die Kommunen ihre neuen Möglichkeiten ausschöpfen. Ich glaube nicht, dass es pauschal einfacher wird, einen Schulbuchauftrag an Land zu ziehen.
Wie hoch ist das Auftragsvolumen im Schulbuchgeschäft im Schnitt? Anders formuliert: Fällt ein Großteil der Ausschreibungen unter die 216.000 Euro-Grenze – oder liegen die meisten ohnehin darüber?
Reinhilde Rösch: Das ist je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Es gibt Länder, in denen traditionell mit eigenem Anschaffungsbudget der Schulen beschafft wird, z.B. in Niedersachsen oder Hessen, oft auch in Bayern und Baden-Württemberg. Dort sind die Einzelaufträge auch kleiner als in den Bundesländern, in denen Schulträger zentral ausschreiben, wie das bisher in NRW überwiegend der Fall war.
Wird zentral ausgeschrieben, bewegt sich der durchschnittliche Wert eines Schulbuchauftrages bei 60.000 EUR – einfach aus dem Grund, weil öffentliche Auftraggeber es darauf anlegen, den maximalen Schulbuchnachlass von 15% zu erhalten; und den gibt es ab einem Auftragswert von 50.000 EUR.
Aber auch wenn der Einzelauftrag bei 60.000 EUR liegt, kann eine EU-weite Ausschreibung notwendig sein, wenn der Schulträger zum Beispiel für all seine Schulen zentral oder als Rahmenvertrag über mehrere Jahre ausschreibt. Gerade in NRW haben die großen Kommunen das bisher so gehandhabt.
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