Einzelhandelsvermietung wächst 2025 deutlich

Buchhandel bleibt Randnotiz

15. Januar 2026
Redaktion Börsenblatt

Der Einzelhandelsmarkt in Deutschland verzeichnet 2025 laut JLL ein starkes Wachstum bei Vermietungen, vor allem in den Metropolen. Internationale Filialisten und Textilhändler bestimmen die Entwicklung. Die Mietpreise sind in Bewegung.

Innenstadtszene mit vielen Menschen - Bild ist verschwommen

Der deutsche Einzelhandelsmarkt verzeichnete im Jahr 2025 laut Angaben von JLL einen beträchtlichen Zuwachs bei den Vermietungen von Ladenflächen. Insgesamt wurde ein Flächenumsatz von 519.500 Quadratmetern erreicht, was einem Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahresverlauf wurden deutschlandweit 954 Vermietungsdeals abgeschlossen. Insbesondere die zehn größten deutschen Metropolen prägten laut JLL das Marktgeschehen. Berlin nahm mit einer Vermietungsleistung von 68.300 Quadratmetern (+120 Prozent gegenüber 2024) die Spitzenposition ein, gefolgt von Hamburg mit 32.700 Quadratmetern und Frankfurt mit 23.200 Quadratmetern.

Laut Pressemitteilung zeichnete sich das Jahr durch einen hohen Anteil internationaler Mieter aus. Im ersten Quartal lag ihr Anteil am Flächenumsatz bei 76 Prozent, zum Jahresende bei 58 Prozent. Besonders aktiv waren Konzepte aus den Bereichen Mode, Kosmetik und Accessoires. Die Textilhändler blieben weiterhin die expansivste Mietergruppe und vereinten mit 136.878 Quadratmetern etwa 26 Prozent des Gesamtumsatzes auf sich. Labels wie Only, New Yorker, Uniqlo, TK Maxx und Name it tätigten die meisten Anmietungen im Segment Young Fashion. Auch Gastronomie- und Food-Konzepte waren weiterhin wichtige Treiber mit 113.293 Quadratmetern Flächenumsatz (22 Prozent).

Mietpreise weiter auf hohem Niveau

Die Spitzenmieten in den 1a-Lagen der zehn Metropolen zeigten sich überwiegend stabil auf hohem Niveau. München führte mit 340 Euro pro Quadratmeter und Monat, gefolgt von Berlin und Düsseldorf mit jeweils 290 Euro. Kleinere Städte verzeichneten teilweise leichte Rückgänge, im deutschlandweiten Durchschnitt sank der Spitzenmietpreis in 66 untersuchten Städten um 1,8 Prozent.

Der Buchhandel wird in der Auswertung nicht explizit erwähnt. Angaben zu Flächenumsatz, Mietabschlüssen oder zur Entwicklung im Buchhandelssegment fehlen. Vor allem in Großstädten bleiben die Innenstädte vom Filialbuchhandel dominiert.