Erfurt

2.500 kamen zum Krimifestival

17. November 2025
Redaktion Börsenblatt

Das 10. Erfurter Krimifestival der Buchhandlung Peterknecht ist am 13. November erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt verfolgten mehr als 2.500 Besucherinnen und Besucher die Lesungen – "ein deutliches Zeichen dafür, dass das Krimifestival inzwischen fest in der regionalen Kulturlandschaft verwurzelt ist", so Peterknecht.

Ben Aronovitch

Ben Aronovitch

Die Veranstaltungen fanden an verschiedenen Orten der Stadt statt, darunter Kulturstätten, öffentliche Einrichtungen und private Partner. "Diese dezentrale Struktur trägt seit Jahren dazu bei, dass unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden und die literarische Vielfalt Erfurts sichtbar bleibt."

Vom 1. Oktober bis 13. November fanden insgesamt 13 Veranstaltungen statt, an denen 15 Autorinnen und Autoren sowie mehrere Schauspielerinnen und Schauspieler teilnahmen. Das Programm bildete ein breites Panorama aktueller Kriminalliteratur ab – von klassischen Whodunits über psychologische Thriller bis hin zu internationalen Fantasy-Krimis mit kriminalistischem Fokus. Die Mischung aus etablierten Bestsellerautorinnen und -autoren sowie neuen literarischen Stimmen sorgte für ein abwechslungsreiches Gesamtbild, das von den Besucherinnen und Besuchern sehr positiv aufgenommen wurde.

Besonders hervorzuheben ist die internationale Ausrichtung des diesjährigen Programms: Neben Trude Teige aus Norwegen habe der britische Bestsellerautor Ben Aaronovitch habe das Publikum mit seinem lebendigen Vortrag und dem direkten Austausch mit den Fans begeistert.  Weiterhin prägten deutschsprachige Autorinnen und Autoren wie Klaus Peter WolfArno Strobel, Volker Klüpfel, Tine Dreyer und Max Bentow das Festivalprogramm: "Ihre Lesungen boten nicht nur spannende Einblicke in neue Werke, sondern auch in Entstehungsprozesse, Recherchearbeit und die persönliche Motivation hinter ihren Büchern", so Peterknecht.

Organisatorische Herausforderungen: Krankheit und Zugverspätungen

Erstmals hatten in diesem Das Kontor und die Sparkasse Mittelthüringen das Festival unterstützt, sodas, zusätzliche Formate möglich waren und organisatorische Abläufe erweitert werden konnten. Trotz sorgfältiger Planung blieb das Festival nicht von organisatorischen Herausforderungen verschont: Drei Lesungen mussten aufgrund von Krankheitsfällen bzw. Zugverspätungen kurzfristig verschoben werden. Für alle betroffenen Veranstaltungen stehen inzwischen Ersatztermine fest:

  • Jean-Luc Bannalec liest am 7. März in der Zentralheize. Für diese Veranstaltung sind erneut Karten erhältlich.
  • Bernhard Aichner wird am 22. Januar in der Buchhandlung Peterknecht lesen; auch hierfür sind wieder Tickets verfügbar.
  • Die verschobene Lesung mit Emily Rudolf findet am 4. Februar im LKA statt. Sie wird dort ihr neu erschienenes Buch "Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?" vorstellen. Diese Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Mit seinem zehnten Jahrgang zeige das Erfurter Krimifestival deutlich, wie nachhaltig sich ein literarisches Format entwickeln könne, "das sich klar an seinem Publikum orientiert und zugleich offen für neue Impulse bleibt", so die Buchhandlung Peterknecht. Sie sieht die positive Resonanz als Motivation, das Konzept auch zukünftig weiterzuentwickeln – mit Blick auf neue Themen, zusätzliche Veranstaltungsorte und die Einbindung weiterer regionaler Partner. 

Die nächste Ausgabe des Krimifestivals findet im Oktober 2026 statt.