Wie die Tagesschau berichtet, betreibt der 51-jährige Yoshiyuki Morioka in einer Seitenstraße in Ginza eine Buchhandlung, die jeweils nur einen einzigen Titel anbietet. Aktuell stehe ein Bildband über ein Fotografie-Festival in Kyoto im Mittelpunkt, in den kommenden Wochen wechseln die Bücher – von Romanen über Gedichtbände bis hin zu Architekturwerken.
Morioka war früher in einem herkömmlichen Buchhandel tätig und wollte ein Konzept entwickeln, das Leser:innen, Autor:innen und Verlage enger zusammenbringt. Jede Woche treffen sich Interessierte direkt im Laden mit den Autor:innen oder erhalten Zugang zu den Verlagen, deren Bücher präsentiert werden. So wird der kleine Raum zu einer Ausstellung für Bücher.
Trotz der geringen Verkaufsfläche, der teuren Mieten und der begrenzten Auswahl habe sich das Konzept seit acht Jahren bewährt. Das Geschäft laufe ohne festes Verkaufspersonal, und selbst internationale Kund:innen besuchen regelmäßig die ein-Buch-Handlung. Morioka sagte der Tagesschau, dass Bücher für ihn mehr als Verkaufsobjekte seien – nämlich ein "Mittel der Kommunikation".