"Wir versuchen unsere Kunden dazu zu erziehen, dass sie bei uns im Laden einkaufen. Da können wir nicht einfach geschlossen haben. Geburtstagsgeschenke, Geschenke und auch Gutscheine einlösen ist in diesen Tagen genauso wichtig! Wir haben keinerlei Schließtage, das können wir uns nicht leisten!", betont eine Buchhandlung, für die ein "Winterschlaf" ein Unding ist. Eine andere fügt an: "Als einzige Buchhandlung in unserer Stadt können wir das nicht machen, da wir schon am 2.1. und 3.1. wegen Inventurarbeiten geschlossen hatten." Auch Bäcker und Metzger sowie die Supermärkte mit ihrem inzwischen großen Buchangebot (Thalia-Befüllung) hätten nicht geschlossen.
In den ersten Tagen des Jahres hätten viele Menschen Urlaub bzw. Schulferien, argumentiert eine Buchhandlung: "Deshalb ist bei uns in der Zeit immer viel los." Man möchten für die Kunden da sein. "Und nach dem mittelprächtigen Weihnachtsgeschäft tun uns die guten Umsätze dieser Tage gut." Verlässliche Öffnungszeiten und zuverlässiger Service seien ein Muss, so eine andere Stimme. "Es gibt nicht viele Kunden, die zur Zeit kommen, aber diese Kunden möchten wir nicht auch noch an Amazon verlieren", lautet ein weiterer Eintrag.
Im Einzelhandel einer Großstadt werde eine "Werktage"-Woche erwartet, betont eine Buchhandlung, und die gehe von Montag bis Samstag. "Überstundenausgleich und Urlaub wird hier so organisiert, dass es immer eine ausreichende Besetzung im Laden gibt, da gibt es zwischen Haupt-, Neben- oder keiner Saison keinen Unterschied."
Schließlich wird noch folgender Grund für den Verzicht auf einen "Winterschlaf" angeführt: "Außerdem bringt es wirklich Spaß mit den Kunden zu sprechen und zu lachen nach Weihnachten." Mit einem Augenzwinkern wartet diese Stimme auf: "Wir ziehen durch ;) dafür machen wir an Karneval eine kleine Pause."