Buchhandel

"Der Einzelhandel verschwindet und der Stadtteil verarmt"

24. April 2026
Redaktion Börsenblatt

In einem Instagram-Reel erklärt David Mesche, Inhaber der Buchbox in Berlin, warum sich der Standort in Prenzlauer Berg verkleinern muss. Er nennt Gentrifizierung sowie steigende Mieten und Personalkosten – und appelliert an Kund:innen: "Support your locals!"

 

David Mesche Porträtfoto

David Mesche

Die Berliner Buchhandlung Buchbox am Helmholtzplatz (Prenzlauer Berg) muss sich verkleinern. In einem aktuellen Instagram-Reel erläutert Inhaber David Mesche, der in Berlin die Kiezbuchhandlung Buchbox mit insgesamt fünf Läden betreibt, die Gründe und beschreibt die Veränderungen im Kiez als Folge der Gentrifizierung. Viele Familien, die einen großen Teil der Kundschaft ausmachten, könnten sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten, zögen weg und fielen als Kund:innen weg.

Mesche kritisiert, dass Wohnungen zunehmend an Digitalunternehmen verkauft würden – und dass dadurch Menschen in den Stadtteil zögen, die "den Kiez nicht wertschätzen und bereichern". Die Folge: "Der gewachsene kleine Einzelhandel verschwindet und der Stadtteil verarmt."

Als weiteren Faktor nennt Mesche Kostensteigerungen etwa bei Mieten und Gehältern, während die Umsätze nicht in gleichem Maß mitwüchsen. Buchladen und Team mussten aus diesen Gründen verkleinert werden. "Wir versuchen so auf gesunden Füßen mit einer kleineren Buchhandlung weiterzumachen", so Mesche. Der Inhaber betont, dass es vielen unabhängigen Buchhandlungen und Geschäften ähnlich gehe, und ruft Kund:innen dazu auf: "Support your locals!"