Politische Veranstaltungen in der Buchhandlung

Ein Ankerplatz in Krisenzeiten

22. April 2026
Sabine Cronau

Die Buchhandlung Lesebar in Ochsenhausen lädt seit März zu wöchentlichen Debattierrunden ein. An Tischen diskutieren die Gäste über ihr Leben in der Kleinstadt – und über große Politik.

Diskussionsrunde bei Lesebar in Ochsenhausen

Abendliches Treffen in Ochsenhausen: Erst gibt es eine kurze Einführung ins Thema – danach geht es tischweise in den Austausch.

In "Känguru-Rebellion", dem aktuellen Bestseller von Marc-Uwe Kling, trifft sich jede ­Woche eine bunte Runde in der Eckkneipe Bei Herta, um am Stammtisch gegen die "Zustände" zu rebellieren. Auch in der oberschwäbischen Kleinstadt Ochsenhausen versammeln sich Menschen regelmäßig am Tisch, um über den Zustand der Welt (und der Provinz) zu diskutieren. Nicht satirisch, sondern aus ernsthaftem Interesse an Gesellschaft, Gemeinschaft, Politik. Die wöchentlichen Treffen in der örtlichen Buchhandlung Lesebar drehen sich um Themen wie "Meinungsfreiheit und Kleinstadt: Wo stehen wir damit in Ochsenhausen?", "Zuhören statt zu schimpfen: Wie reden wir eigentlich miteinander?" oder "Wehrpflicht und Aufrüstung: Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen?". Insgesamt zehn solcher Debattierrunden finden in diesem Jahr von März bis Mai statt, organisiert von den beiden Lesebar-Inhaberinnen Pat Götz und Inge Grieser.