Esther Kempa, Inhaberin der "Chocolaterie Estrella" im Berliner Akazienkiez, ist seit 25 Jahren in einem angesagten Viertel verortet. Die Kundenfrequenz mache ihr keine Sorgen, wohl aber die Mieten: "Da werden Preise genommen, die können sich nur noch Handelsketten leisten", erklärt sie gegenüber der taz. Dementsprechend verändere sich auch ihre Umgebung.
Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik sagt der Tageszeitung, in manchem Vierteln bliebe "oft nicht mehr viel übrig von dem, was diejenigen, die dort wohnen, wirklich brauchen." Orte fürs Alltägliche gingen verloren.
Der Berliner Rechtsanwalt Moritz Heusinger meint: "Für Mieter von Läden ist Deutschland europaweit am härtesten." Er schlägt eine Begrenzung von Mieterhöhungen sowie einen Milieuschutz für Läden vor, damit Alteingesessene nicht verdrängt werden und führt dazu im taz-Artikel mehrere Details sowie die Dringlichkeit von Maßnahmen aus: "Der Druck hat zugenommen, immer mehr Städte verlieren ihre Läden."
Zum taz-Artikel: Krise des Einzelhandels: Damit der Pralinenladen bleibt | taz.de