Wie behaupten wir uns in einer Welt, in die wir nicht zu passen scheinen? Kann Anderssein zur Chance werden? Und wie gelingt es, Krisen zu bewältigen, ohne sich selbst zu verlieren?
Birnbachers Roman erzählt intensiv, humorvoll und voller Empathie vom neunjährigen Oz, seiner Mutter Ann und von den Herausforderungen ihres gemeinsamen Alltags.
Oz ist ein Wirbelwind; stillzusitzen und zuzuhören fällt ihm schwer. Die Diagnose ADHS steht im Raum. In der Schule eckt er an, nun trägt er einen Brief der Lehrerin nach Hause, der nichts Gutes verheißt. Auf dem Heimweg wünscht er sich eine kleine Katastrophe, die von den schlechten Nachrichten ablenken könnte. Als er ankommt, ist tatsächlich etwas geschehen: Die Zilly-Oma, die zurückgezogen in den Bergen lebt, ist verschwunden.
Ann gerät bei dem Versuch, ihr Kind vor vorschnellen Bewertungen und übermäßiger Anpassung zu schützen, immer wieder an Grenzen – auch an ihre eigenen. Was Oz das Leben manchmal schwer macht, kennt sie auch von sich: die innere Unruhe, die Impulsivität, das flirrende Nervenkostüm.