Beim Fachbuch hat sich die Nachfrage bei uns gemischt entwickelt. Im Onlinebereich, also bei der Vermittlung von Datenbanken, ist die Nachfrage ungebrochen stark. Beim gedruckten Fachbuch geht sie dagegen kontinuierlich zurück. Der Wendepunkt kam in der Corona-Zeit, in der sich Rechtsanwälte und Ämter verstärkt online orientiert haben. Früher hatten wir etwa einen Anteil an digitalen Medien von 20 Prozent, heute sind es rund 50 Prozent. Gefragt sind im Printbereich weiter die Klassiker und Loseblattwerke wie bei den Themen Recht und Steuern. Digital profitieren können wir, indem wir die Zugänge zu Datenbanken oder Online-Ausgaben von Fachzeitschriften an unsere Kunden vermitteln. Allerdings gibt es auch Kunden, die das direkt bei den Verlagen oder nur über das Internet mit den entsprechenden Anbietern abwickeln. Die Zukunft liegt hier für den Fachbuchhandel klar im Internet, wobei auch die Hoffnung da ist, dass der Printbereich noch weiter bestehen bleibt und man zudem von der Vermittlung von exklusiven Zugängen zu digitalen Angeboten noch als Fachbuchhändler profitieren kann.
Wolters Kluwer ist bei diesen Verlagen ganz vorne dabei. Zwei Mails im Dezember und zwei anschließende Briefe blieben unbeantwortet.
Joachim Becker
Buchhandlung Stojan