So hat Orell Füssli im Buchhandel abgeschnitten
Die Orell Füssli Gruppe legte ihre Halbjahresbilanz vor. Im Segment Buchhandel erzielte sie ein leichtes Umsatzplus. Das Betriebsergebnis sank dort dagegen aufgrund der Kosten eines Zukaufs.
Die Orell Füssli Gruppe legte ihre Halbjahresbilanz vor. Im Segment Buchhandel erzielte sie ein leichtes Umsatzplus. Das Betriebsergebnis sank dort dagegen aufgrund der Kosten eines Zukaufs.
Der quotenkonsolidierte Umsatz* im Segment Buchhandel betrug laut "Halbjahresbericht 2026" von Januar bis Juni 55,4 Millionen Schweizer Franken, das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (54,2 Mio. Schweizer Franken). Das quotenkonsolidierte Betriebsergebnis* (EBIT bereinigt) belief sich auf 1,024 Millionen Schweizer Franken, im ersten Halbjahr 2025 waren es 1,590 Millionen Franken. Der Rückgang sei durch höhere Kosten in Zusammenhang mit der Übernahme der A. Köhler AG begründet. Hier übernahm das Unternehmen im Rahmen einer langfristig geplanten Nachfolgeregelung sämtliche 13 Papeterie-Standorte der A. Köhler AG in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz. Mit dieser Akquisition stärke Orell Füssli Thalia seine regionale Präsenz und schaffe die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum.
Der Buchhandel eröffnete im ersten Halbjahr 2026 zudem drei neue Filialen: im März im St. Jakob-Park in Basel, im Mai an der Autobahnraststätte Würenlos und Ende Juni im Ilfis-Center in Langnau im Emmental.
* Im Buchhandel ist die Orell Füssli AG mit 50% an der Orell Füssli Thalia AG beteiligt. Als Omnichannel-Unternehmen ist es mit einem umfassenden Angebot an Filialen in der Deutschschweiz und mit verschiedenen E-Commerce-Dienstleistungen im Markt präsent. Für Bibliotheken und Unternehmen erbringt Orell Füssli Thalia AG Logistik- und Serviceleistungen.
Die Orell Füssli Verlage blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung wurden die Verlage hep, SKV, Juristische Medien und Kinderbücher in der neu gegründeten Orell Füssli Verlage AG zusammengeführt. Die etablierten Verlagsmarken bleiben dabei unverändert bestehen und werden weiterhin eigenständig im Markt positioniert. Gleichzeitig werde die Innovations- und Produktpipeline konsequent vorangetrieben und mehrere neue Lehr- und Lernmedien befinden sich derzeit in der Markteinführung.
Die Verlage werden dem Segment "Übrige Geschäftsfelder" zugeordnet, das die Aktivitäten der kleineren Geschäftseinheiten umfasst. Bei diesem sank der Umsatz im ersten Halbjahr leicht, von 9,8 Millionen Franken (2025) auf 9,7 Millionen Franken (2026). Auch das bereinigte EBIT verschlechterte sich: bei minus 1,3 Millionen Franken lag es in der ersten Jahreshälfte, nach minus 470.000 Franken in der Vorjahresperiode.
Als Umsatz für das erste Halbjahr 2026 nennt die Orell Füssli Gruppe (Sicherheitsdruck, Industrielle Systeme, Buchhandel, Übrige Geschäftsfelder) 121,4 Millionen Schweizer Franken, ein Plus von 1,1 Prozent zum Vergleichszeitraum 2025. Das bereinigte EBIT belief sich auf 6,9 Millionen Franken, im Vorjahreszeitraum waren es 10,2 Millionen Franken – wobei die Anteile am Umsatz 5,6% bzw. 8,5% betrugen. Das Halbjahresergebnis betrug 4,4 Millionen Franken (Januar bis Juni 2025: 7,2 Millionen Franken). Per 30 Juni zählte die Gruppe 703 Mitarbeitende (2026; 2025: 649).
Vor dem Hintergrund des weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes, der saisonalen Geschäftsentwicklung im Buchhandel und bei den Verlagen sowie des aktuellen Auftragsbestands in den Divisionen Sicherheitsdruck und Zeiser geht Orell Füssli für das Gesamtjahr weiterhin von einem Umsatzwachstum leicht unterhalb des geplanten Wachstumskorridors von 4–6% und einer EBIT-Marge von rund 9% aus.