Kolumne von Matthias Mayer

Sorry, Teil 2

1. April 2026
Matthias Mayer

Matthias Mayer hat hier jüngst über seine Zahlungsprobleme geschrieben – und viel Zuspruch bekommen. 

Matthias Mayer

Matthias Mayer ist Buchhändler in Langenselbold.

Matthias Mayer

Dass ich vor einem Monat meine ­geschäftliche ­Situation in sehr un­rosa, wenn nicht gar roten Farben schilderte, rief einerseits so viele Reaktionen hervor, dass ich darauf eingehen möchte. Andererseits ist eine drohende Insolvenz ein so packendes Thema, dass wir alle wissen wollen, wie es mit meinem Buchladen weitergeht. Ich ja am meisten. Also: Ich bin immer noch pleite und habe immer noch nicht zu. Habe BAG ­platzen lassen, um Libri zu bezahlen. Nächstes Mal umgekehrt.

Dass ich nun an diesem Thema weiterschreibe, verstärkt zwar das Gschmäckle noch, das ich beim ersten Text bereits vermeiden wollte: Anstatt meine Rechnungen zu zahlen, mache ich auch noch Unterhaltung daraus. Niemand warf mir das bisher vor (nicht einmal Westermann), aber ich wollte es als ersten Punkt vom Tisch haben: Meine Schulden sind mir nicht weniger peinlich, wenn sie Applaus kriegen. Eher mehr. Bitte befürchten Sie also nicht, dass ich mir das angewöhne.

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