StartseiteNewsBuchhandel NewsSorry, Teil 2 Kolumne von Matthias Mayer Sorry, Teil 2 1. April 2026 Matthias MayerMatthias Mayer hat hier jüngst über seine Zahlungsprobleme geschrieben – und viel Zuspruch bekommen. Matthias Mayer ist Buchhändler in Langenselbold. © privat 3 Kommentare Mit Börsenblatt Plus weiterlesen Für den Zugriff auf B+-Inhalte benötigen Sie JavaScript. Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser und laden Sie die Seite neu.
Zwischen 2022 und 2023 haben 25% (!) der Buchhandlungen in Deutschland laut statistischen Bundesamt geschlossen, höre ich einen Aufschrei? Nope - "business as usal".
Wenn Sie schreiben "auf Verlagsseite: Lieferhilfen, Kulanzen, Teilzahlungen, Notbremsen, Entgegenkommen, weichere Fristen, Aktionen, Rabatte" - hört sich das für mich leider mehr nach (nur) lebensverlängernden Maßnahmen für einen sterbenskranken Patienten an, da die eigentlichen Ursachen und Probleme nicht angegangen werden.
Uwe Kunze
Zum einen glaubt man, aus der Nummer der einigen großen Marktteilnehmern gewährten Rabatte, WKZs und anderer Vergünstigungen nicht ohne Schaden rauszukommen.
Zum anderen bleibt nach Abzug aller Spesen zur Finanzierung des eigenen Wolkenkuckucksheims und der erwähnten Zuwendungen an einige wenige schlicht nichts mehr übrig, um noch irgendetwas weiter nach unten durchreichen zu können.
Die Ironie der Geschichte besteht für mich darin, dass der unabhängige und kleinteilige Buchhandel einige auf die Marktbeherrschung zusteuernde Unternehmen somit schon seit vielen Jahren mitfinanziert. Wenn man über sehr viel Galgenhumor verfügt, dann kann man darüber sogar fast lachen…
Jens Bartsch – Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln
Eine "rote Karte für Selbstausbeutung" (vergleichbar zu der kürzlichen Aktion des Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.) - solche Aktionen sucht man vergebens.