Die Kunden erzählten, dass sie nun auch Gemüse grillen. Und wenn Fleisch, dann nicht das billigste. Es gab allgemein etwas Verständnis dafür, dass man die Natur nicht immer nur benutzen soll. Dann kamen Corona, der Krieg und die Inflation. Die Menschen sind wahnsinnig nervös und wählen eigenartig. Im Gegensatz zu mir kann sich das Wetter keine Sorgen über den Rechtsruck machen. Es bleibt einfach zu trocken und zu warm.
Deswegen meine fünf Cent. Mir war das Pathos der Klima-Jugend fremd. Ich fand Greta Thunberg penetrant und über die Demonstrationen habe ich mich oft gewundert. Es gab allerdings sehr brauchbare Handreichungen des Gesundheitsministeriums, wie man mit extremem Wetter umgehen soll. Offenbar sind sie mit der Tischtennisplatte ausgezogen. Da mir dazu wenig Zitierfähiges einfällt, hier einfach zwei weitere Buchempfehlungen.
Als erstes Nikolaj Schultz mit "Landkrank" (978-3-518-02988-6). Ein Essay darüber, wie es in Paris bei Hitze zugeht. Wer sich eine kühle Wohnung leisten kann, hat es besser. Aber die Benutzung der Natur verstärkt sich mit jeder Air Condition, mit all dem eingeflogenen Power Food. Der Ton ist elegisch, aber es gibt ein paar Fußnoten im philosophischen Kanon wie Heringe am Zelt. Er hebt nicht ganz ab und macht große Lust, selbst zu denken.