Es ist kurz vor Ladenschluss, das gelbe Schild mit der Aufschrift "Ultra Comix" an der Fassade der Vorderen Sterngasse 2 leuchtet im Dunkeln, immer wieder bleiben Menschen vor den großen Schaufenstern stehen oder betreten ungeachtet der Uhrzeit noch den Laden.
Auf der etwa 700 Quadratmeter großen Verkaufsfläche des Nürnberger Comicbuchladens erwartet die Kund:innen ein breites Angebot an Comics, Manga und Büchern aus den Genres Science-Fiction und Fantasy. Außerdem gibt es Sammelkartenspiele, Brett- und Rollenspiele, Merchandise-Produkte.
Begonnen hat die Geschichte von Ultra Comix vor über 35 Jahren als reines Comic-Antiquariat – und mit 670 Quadratmetern weniger. "Ich habe schon als Kind Comics gesammelt", erzählt Ulrich Trautner. "Und mit 14 oder 15 war ich auf meiner ersten Comicbörse." Beim Besuch der Buchmesse 1989 entstand dann die Idee, ein eigenes Ladengeschäft zu eröffnen. Zusammen mit seinem Bruder Stefan Trautner kalkulierte er alles durch und schon im Folgejahr setzten die Brüder das Vorhaben in die Tat um. Vieles war damals noch anders als heute: Comics waren ein reines Männerthema, im Laden wurde geraucht, beide Brüder hatten noch andere Verpflichtungen – Schule und Zivildienst, schließlich Studium.