Mit Jahresbeginn kann es nun weitergehen, z.B. mit optischen Veränderungen, der technischen Weiterentwicklung, dem Einholen der Feedbacks der Nutzer:innen sowie einem Refactoring, damit spätere Änderungen leichter möglich sind. Nicht zuletzt wolle man die Kompetenz der Buchhandlungen nutzen, z.B. durch Buchempfehlungen auf der Startseite. Es gelte, im ersten Schritt ein ausreichend großes Netz an Buchhandlungen aufzubauen, um in einem weiteren mehr Verlage an Bord zu holen.
Derzeit läuft das Modell noch kostenlos für alle teilnehmenden Buchhandlungen. Doch auf Dauer sei das nicht ehrenamtlich zu stemmen, weiß Hockel. Es kostet Geld für Technik, Speicherplatz und Arbeitszeit. Denkbar sei, dass Buchhandlungen später einen monatlichen Betrag zahlen, auch über Sponsoren könne man nachdenken.
Dass buchnah.de ein wichtiger Schritt für die Zukunft des unabhängigen Buchhandels sei, davon ist Michael Hockel überzeugt. Nicht zuletzt eine Meldung auf Börsenblatt online über die Schließung zahlreicher Independents https://www.boersenblatt.net/news/jede-vierte-buchhandlung-ist-verschwunden-393765 sei ein starker Antrieb gewesen, das Projekt genau jetzt zu beginnen. Der Slogan von buchnah.de lautet: "Bei Buchhandlungen kaufen, nicht bei Milliardären."