Im Interview mit der "ZEIT" erklärt Carlsen-Verlegerin Sandra Harzer-Kux, warum der Verlag gemeinsam mit Autor Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn gegen OpenAI klagt. Bei Tests habe ChatGPT Geschichten und Illustrationen zum "NEINhorn" erzeugt, die dem Original sehr ähnlich seien – inklusive Autorennamen, Verlagslogo und ISBN. Carlsen geht deshalb davon aus, dass geschützte Texte und Bilder ohne Zustimmung der Rechteinhaber in das KI-Modell eingeflossen und dort abrufbar geblieben sind.
Harzer-Kux betont, es gehe nicht allein um eine mögliche Schadensersatzzahlung. Der Verlag strebe vor allem ein Grundsatzurteil an: Geschützte Werke sollen nach seiner Auffassung nur mit Einverständnis der Rechteinhaber für das Training von KI-Modellen genutzt werden dürfen. Außerdem müsse OpenAI Verantwortung übernehmen, Auskunft erteilen und gegebenenfalls entstandenen Schaden ausgleichen.
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