Bastei Lübbe ist im Geschäftsjahr 2025/2026 zwar gewachsen, hat aber deutlich an Profitabilität verloren. Der Umsatz stieg auf 118,4 Millionen Euro, das EBIT sank auf 9,3 Millionen Euro, die Marge lag bei 7,9 Prozent statt 15 Prozent im Vorjahr. Als Gründe nennt der Konzern unter anderem einen margenschwächeren Programm- und Umsatzmix, höhere Produktions- und Honorarkosten, höhere betriebliche Aufwendungen und Investitionen.
Für viele in der Branche dürfte vor allem der Blick aufs Community-Geschäft spannend sein. LYX konnte den "Maxton Hall"-Effekt vom Vorjahr nicht wiederholen. Der Umsatzanteil der community-getriebenen Geschäftsmodelle sank auf 30 Prozent. CEO Soheil Dastyari ordnet das mit Blick auf New Adult ein: Der Markt sei durch das viele Angebot "verstopft" gewesen, es habe einen Verdrängungswettbewerb gegeben. Inzwischen entwickle sich das wieder zurück. Und dadurch, dass die überhitzten Vorschüsse nicht mehr gezahlt würden, komme der Markt wieder in ein normaleres Fahrwasser.
Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass der Materialaufwand auf 64,2 Millionen Euro stieg. Bastei Lübbe begründet das unter anderem mit reichweitenstarken Spitzentiteln und aufwendig ausgestatteten Printausgaben. Dastyari sagt jedoch, der Trend zur teuren Ausstattung müsse wieder eingefangen werden. Für das kommende Geschäftsjahr peilt der Konzern bei stabilem Umsatz wieder mehr Ergebnis an, unter anderem durch die Optimierung des Druckaufwands, eine niedrigere Honoraraufwandsquote und Kostendisziplin.