Österreich vergibt Langzeitstipendien

1,31 Millionen Euro für österreichische AutorInnen

3. Juli 2020
von Börsenblatt

Das österreichische Kunstministerium hat 86 Literatur-Stipendien vergeben, darunter fünf mit je 57.600 Euro dotierte Robert-Musil-Stipendien für literarische Großprojekte an Oswald Egger, Milena Michiko Flašar, Laura Freudenthaler, Karin Peschka und Lisa Spalt.

Laura Freudenthal bekommt eines der Robert-Musil-Stipendien

Laura Freudenthal bekommt eines der Robert-Musil-Stipendien

Die Robert-Musil-Stipendien an Oswald Egger, Milena Michiko Flašar, Laura Freudenthaler, Karin Peschka, Lisa Spalt in Höhe von je 57.600 Euro haben eine Laufzeit von drei Jahren, wie das österreichische Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport mitteilt.

Insgesamt wurden – bei 529 Einreichungen – in diesem Jahr 86 Literatur-Stipendien mit einer Laufzeit von sechs, zwölf und 36 Monaten (letztere sind die erwähnten Robert-Musil-Stipendien). Die Dotation beträgt monatlich 1.300 Euro, im Fall der Robert-Musil-Stipendien 1.600 Euro.

Mit den Langzeitstipendien gehen rund 1,31 Millionen Euro in die direkte Förderung österreichischer Autorinnen und Autoren und ihrer literarischen Arbeit. "Gerade in diesen finanziell herausfordernden Zeiten sind Stipendien für Künstlerinnen und Künstler von besonderer Bedeutung. Mit den Langzeitstipendien helfen wir 86 Schreibvorhaben auf den Weg", wird die Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer zitiert, die sich freut, "wenn aus ihren Ideen und Projekten aufregende und lesenswerte Bücher werden."

Gefördert werden 50 Projektstipendiat*nnen (Laufzeit: zwölf Monate) von bekannten Autor*innen, aber auch solchen, die dem Lesepublikum noch nicht so geläufig seien. Für die Kinder- und Jugendliteratur und für Theatertexte waren eigene Stipendienprogramme mit sechs bzw. zehn Stipendien ausgeschrieben. Der literarische Nachwuchs wurde mit 15 Startstipendien berücksichtigt.

Die Namen aller Stipendienträger*nnen sind auf der Website des Ministeriums abrufbar.