ARD Radiofestival

Autor*innen schreiben exklusive Reisegeschichten

29. Juni 2020
von Börsenblatt Online

40 Schriftsteller*innen sind von den Literaturredaktionen der ARD-Sender beauftragt worden, eine exklusive Reisegeschichte für das ARD Radiofestival beizusteuern. Darunter sind Felicitas Hoppe, Anna Katharina Hahn, Marcel Beyer, Doris Dörrie und Jackie Thomae.

Anna Katharina Hahn

Die Corona-Krise treffe auch die Literatur und bringe das fragile Fundament vieler Autor*innen ins Wanken, schreibt SWR2 in einer Mitteilung. Der Sender und acht weitere ARD Kulturradios reagieren darauf mit einer gemeinsamen Aktion: Die Literaturredaktionen haben 40 Schriftsteller*innen gebeten, eine exklusive Erzählung für das ARD Radiofestival zu schreiben. Entstehen sollen Reisegeschichten, die unter dem Motto "ARD Radiofestival. Lesung" zwischen 20. Juli und 12. September zu hören sind: Immer von Montag bis Freitag, 23:04 Uhr in SWR2 und den Kulturradios der ARD und in der ARD Audiothek.

Prominente Autor*innen wie Marcel Beyer, Doris Dörrie oder Jackie Thomae seien dabei, aber auch bislang weniger bekannte Schriftsteller*innen. SWR2 etwa, hat Schreibaufträge an Cihan Acar (der, wie kürzlich berichtet, für "Hawaii" den ersten Literaturpreis der Doppelfeld Stiftung für die besten literarischen Debüts erhält), geboren bei Heilbronn, Verena Güntner aus Ulm, die Schwäbin Anna Katharina Hahn und Yael Inokai aus der Schweiz vergeben. Den Auftakt macht die Erzählung "Fieber 17" von Felicitas Hoppe (Produktion: BR). Dabei lesen einige Autor*innen – wie etwa Judith Kuckart und Leif Randt – ihre Texte selbst, bei anderen übernehmen dies Schauspieler und professionelle Sprecher.

Alle Erzählungen stehen als Podcast in der ARD Audiothek zwölf Monate zum Download bereit. Die erste Folge ist am 20. Juli zu hören.

Das ARD Radiofestival präsentiert vom 18. Juli an acht Wochen lang Klassik-Events, Mitschnitte von europäischen Jazz-Festivals, Erzählungen sowie Gespräche mit Persönlichkeiten. Damit wollen die ARD Kulturradios unter Federführung des SWR auch ein Zeichen der Solidarität mit freien Musiker*innen und Festivals setzen, die von Absagen, Kontaktbeschränkungen und Reisewarnungen besonders betroffen sind.

Highlights und Programm stehen mit dem Start des Festivals auf ardradiofestival.de.