Aussteller profitieren von der Förderung

Vier Millionen Euro vom Bund für Frankfurter Buchmesse

10. Juli 2020
von Börsenblatt

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Frankfurter Buchmesse (14.–18. Oktober 2020) mit vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm "Neustart Kultur". Ziel sei es, in Zeiten der Corona-Pandemie möglichst vielen Ausstellern aus dem In- und Ausland die Teilnahme an der weltweit größten Buchmesse zu ermöglichen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf einer früheren Frankfurter Buchmesse

Darüber hinaus werden Mittel für die Nutzung der digitalen Präsentations- und Beteiligungsmöglichkeiten von Ausstellern zur Verfügung gestellt, teilt die Frankfurter Buchmesse mit. Die Frankfurter Buchmesse wird die Aussteller*innen am Freitag, 17. Juli 2020 in einem Ausstellerinformationsgespräch über den Rahmen und die Modalitäten der Förderung informieren.

Zum Förderpaket erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters: "Auch die Verlags- und Buchbranche leidet stark unter der Corona-Krise. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die weltweit größte Buchmesse trotz der erschwerten Bedingungen stattfindet. Das wollen wir unterstützen. Gerade die kleinen und mittleren Verlage, die so viel zur unvergleichlichen literarischen Vielfalt in Deutschland beitragen, werden von unseren Fördergeldern profitieren. Und indem wir die Digitalisierung der Messe fördern, kann der weltweite Rechtehandel trotz Corona auch virtuell stattfinden. Die Frankfurter Buchmesse ist das Drehkreuz unserer facettenreichen Verlagslandschaft und lebendigen Buchkultur. Unsere Förderung verstehe ich als ein Signal der Zuversicht an die gesamte Branche."

 

Die Frankfurter Buchmesse ist das Drehkreuz unserer facettenreichen Verlagslandschaft und lebendigen Buchkultur.

Monika Grütters

Juergen Boos

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, betonte: "Wir danken Kulturstaatsministerin Monika Grütters für ihren unermüdlichen Einsatz für die Buch- und Verlagswelt. Die Frankfurter Buchmesse steht für internationalen Austausch, für Meinungsvielfalt und für die Freiheit des Wortes – vor Ort in Frankfurt am Main und virtuell im Netz. Auch in Zeiten der Pandemie möchten wir persönliche Begegnungen ermöglichen und zugleich Branchenakteuren Gelegenheit geben, ihr Lizenzgeschäft ins Netz zu verlagern. Wir freuen uns, dass wir diese Unterstützung an unsere Kund*innen weitergeben können."

So sollen die Fördermittel verwendet werden

Die Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober) werde die Fördermittel dazu nutzen,

  • in diesem Jahr die Standgebühren für kleine und mittlere Aussteller um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Dies betreffe Stände in einer Größe von bis zu 48 Quadratmeter.
  • Darüber hinaus sollen die Mittel für umfassende digitale Präsentations- und Beteiligungsmöglichkeiten für Aussteller eingesetzt werden. Dies schließe die Einbindung ihrer Veranstaltungen und Präsentationen von Büchern und Autor*innen auf Buchmesse.de mit ein, die teilweise digitale Durchführung des Kulturfestivals "BOOKFEST" im Rahmen der Frankfurter Buchmesse sowie ein umfangreiches Fach- und Konferenzprogramm.
  • Ebenfalls gefördert werde die Nutzung der Verlage einer digitalen Plattform für den Handel mit Rechten und Lizenzen, Frankfurt Rights. Die Plattform stehe Programmverantwortlichen und Lizenzhändler*innen auch nach der Frankfurter Buchmesse zur Verfügung. Rechte- und Lizenzverantwortliche können sich kostenlos registrieren und Rechtekataloge präsentieren. Sie können die Plattform dank der Förderung neun Monate lang kostenlos nutzen.

Zu "Neustart Kultur"

Das Rettungs- und Zukunftspaket "Neustart Kultur" in Höhe von einer Milliarde Euro wurde letzte Woche vom Bundestag verabschiedet. Das Paket gliedert sich in vier Teilprogramme: "Pandemiebedingte Investitionen" (bis zu 250 Millionen Euro), "Stärkung der Kulturwirtschaft" (bis zu 480 Millionen Euro), "Unterstützung alternativer, auch digitaler Kulturangebote" (bis zu 150 Millionen Euro) und Hilfen bei "pandemiebedingten Einnahmeverlusten und Mehrbedarfen der vom Bund geförderten Häuser und Projekte" (bis zu 100 Millionen Euro).