Bitkom Research

"Startups sind bedeutende Arbeitgeber"

3. August 2020
von Börsenblatt

Im Durchschnitt haben Startups 21 Mitarbeiter, wie eine Umfrage des Vereins Bitkom ergeben hat. Der Verein betont auch die Bedeutsamkeit von Startups für hochqualifizierte Arbeitsplätze.

Nur sechs Prozent der befragten Startups gehen davon aus, dass im laufenden Jahr die Beschäftigtenanzahl zurückgehen wird. Trotz Corona wollen 57 Prozent der Startups im laufenden Jahr noch mehr Menschen anstellen.

„Die Vorstellung vom Startup als Ein- oder Zwei-Leute-Betrieb im heimischen Keller hat mit der Realität rein gar nichts zu tun. Startups sind bedeutende Arbeitgeber, die vor allem hochqualifizierte Arbeitsplätze etwa für Software-Entwickler schaffen, aber ebenso in allen anderen Bereichen wie Marketing oder Vertrieb“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Vor allem in Städten wie Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt spielten Startups eine wichtige Rolle für die gesamte Wirtschaft.

 

Viele Startups möchten weiter einstellen

Fast jedes vierte Startup hat 20 oder mehr Mitarbeiter; bei 43 Prozent beläuft sich die Beschäftigtenzahl auf weniger als zehn.

Mindestens die Hälfte der Startups hat ebenso angegeben, dass sie offene Stellen ausgeschrieben haben. Jedoch berichteten 68 Prozent der Startups, dass sie Probleme haben, geeignete Bewerber für ihre Stellen zu finden.

Viele junge Unternehmen erfahren, dass sich geeignete Kandidaten am Ende eher für Großunternehmen oder etablierte Mittelständler entscheiden als für sie. Deshalb würde die Hälfte der Startups seine Mitarbeiter gerne am eigenen Unternehmen beteiligen- Rechtlich und steuerlich seien die Bedingungen in Deutschland dafür allerdings zu unattraktiv.

„Beim klassischen Fixgehalt können Startups oft nicht mit etablierten Wettbewerbern konkurrieren. Eine Beteiligung am Startup würde daher zu mehr Fairness im Wettbewerb um die klügsten Köpfe führen“, so Achim Berg.

Grundlage der Zahlen sind zwei Umfagen, die Bitkom Research unter 206 bzw. 112 IT- und Internet-Startups in Deutschland im Februar/März bzw. im Mai/Juni 2020 befragt hat.

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