Mehr Konsequenz bei Ladendiebstahl?
HDE und GdP fordern angesichts gestiegener Schäden durch Ladendiebstahl eine bessere Ausstattung der Sicherheitsbehörden und konsequentere Strafverfolgung.
HDE und GdP fordern angesichts gestiegener Schäden durch Ladendiebstahl eine bessere Ausstattung der Sicherheitsbehörden und konsequentere Strafverfolgung.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordern eine konsequentere Strafverfolgung von Ladendiebstahl. Wie die Verbände am 12. August in einem gemeinsamen Positionspapier mitteilten, sollen zudem die Rahmenbedingungen zur Bekämpfung organisierter Eigentumskriminalität im Einzelhandel verbessert werden.
Hintergrund sind laut HDE jüngste Zahlen des Handelsforschungsinstituts EHI. Demnach haben die Schäden durch Ladendiebstahl im deutschen Einzelhandel erstmals die Marke von drei Milliarden Euro überschritten.
"Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders organisierte und gewerbsmäßig agierende Tätergruppen gingen immer professioneller vor. Daraus ergebe sich dringender politischer Handlungsbedarf.
HDE und GdP sprechen sich für eine deutlich bessere personelle und technische Ausstattung von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten aus. Außerdem fordern sie rechtssichere Möglichkeiten der offenen Videoüberwachung im Einzelhandel sowie den datenschutzkonformen Einsatz KI-gestützter Videoanalysen zur Diebstahlprävention.
Auch die Bekämpfung organisierter Tätergruppen und die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sollen nach den Vorstellungen der Verbände gestärkt werden. "Wer professionell und organisiert stiehlt, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen", fordert Genth.