Metadatenübernahme aus dem VLB

Libri und MVB kooperieren

12. Oktober 2022
von Börsenblatt

Libri und MVB haben einen langfristigen Vertrag zur Nutzung von Metadaten aus dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) im Libri-Katalog geschlossen.

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Ziel der Kooperation zwischen den beiden Unternehmen ist es laut MVB-Pressemitteilung, Verlage und Datenlieferanten durch eine einmalige Datenpflege im VLB und die komfortable Übernahme in den Libri-Katalog zu entlasten. Bisher lieferten Verlage ihre Metadaten sowohl ans VLB als auch direkt an Libri. Um die Datenanlieferung und -pflege zukünftig zu vereinheitlichen und erleichtern, ist Libri bereits im September schrittweise dazu übergegangen, auf die Anlieferung der Produktinformationen von ausgewählten Verlagen zu verzichten, sofern sie ihr physisches Programm vollständig im VLB melden. Das Barsortiment wird die übermittelten Produktinformationen weiterhin mit Libri-spezifischen Informationen anreichern und sie normiert in seiner Datenbank für Kundenanwendungen weiterverarbeiten.

Der Wechsel bei der Datenanlieferung erfolgt in einem gestaffelten Prozess. In den kommenden Wochen informiert Libri die für eine Umstellung vorgesehenen Verlage über die nächsten Schritte und den Wechseltermin für die Belieferung. Eine Direktanlieferung wird auf Wunsch für Verlage auch in Zukunft möglich sein. Die Meldung von E-Book-Metadaten erfolgt auch weiterhin durch die Verlage oder ihre Dienstleister direkt an Libri.

„Partnerschaftlich mit Verlagen und dem Buchhandel an zukunftsweisenden Projekten für das Buch zusammenzuarbeiten, ist unsere Mission. Wir freuen uns daher über die Kooperation mit MVB, bei der wir das VLB als gemeinsame Branchenlösung nutzen und damit unsere Verlagspartner nachhaltig bei der Datenübertragung und -pflege entlasten. Der Buchhandel profitiert zugleich von einer einheitlichen Datenaufbereitung. Um für unsere Kunden auch zukünftig den gewohnten Mehrwert im Libri-Katalog zu bieten, wird Libri die hinterlegten Produktinformationen bei Bedarf erweitern. Wir kommen damit dem besonderen Wunsch unserer Kunden nach bestmöglich aufbereiteten Daten nach", erklärt Alyna Wnukowsky, Sprecherin der Geschäftsführung von Libri.

Ronald Schild, Geschäftsführer MVB, ergänzt: "Unsere fortlaufenden Investitionen in die Normierung und Standardisierung von Metadaten sowie unsere preislichen Anreize zur Steigerung der Datenqualität im VLB zahlen sich aus. Besonders gut sieht man das zum Beispiel bei den Angaben zu Herstellungsland und Zolltarifnummer, die wir 2020 zu statusrelevanten Metadaten gemacht haben. Neben diesen logistischen Informationen konnten wir auch die inhaltlichen Zuordnungen über die Thema-Klassifikation in den vergangenen Jahren massiv ausbauen. Seit 2021 erschließen wir zudem die unbewussten Kundenbedürfnisse umfassend über den neuen Lesemotive-Standard. Mit allen diesen Maßnahmen schaffen wir Orientierung und erhöhen die Sichtbarkeit von Büchern. Das langfristig ausgerichtete Commitment von Libri bestätigt die zentrale Rolle, die das VLB inzwischen als Datendrehscheibe einnimmt. Wir freuen uns sehr, dass Libri jetzt noch stärker beim Thema Metadaten mit uns zusammenarbeitet. So können wir gemeinsam weitere Effizienzgewinne für die gesamte Branche erzielen."