Die Begründung der Jury lautet der Mitteilung der Preisstifter zufolge: "Hélène Cixous erhält den Berman Literature Prize für ihren Roman 'Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem', in dem Cixous poetische Memoiren geschrieben hat, die anhand der Zeugnissen von vier Generationen die Leere nach den Vertriebenen erforscht, das Abwesende kartografiert und den zum Schweigen gebrachten, eine Stimme verleiht."
"Hélène Cixous zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen, Dramatikerinnen und Denkerinnen unserer Zeit", so sagt der Jury-Vorsitzende Anders Rydell. "Wir freuen uns sehr, ihr den Preis zu verleihen. Ihr Werk ist umfangreich und vielschichtig. Was 'Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem' zu einem so wichtigen Buch macht, ist ihre sprachliche und philosophische Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur des Holocaust. Was lässt sich von dem Verlorenen erinnern? Wie verleiht man den Toten eine Stimme?"
Die Jury des Berman Literature Prize besteht aus Anders Herdevall Rydell, Mats Almegård, Natalie Bloch, Jens Liljestrand, Hynek Pallas und Lizzie Scheja.
Auf Deutsch liegen "Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem", übersetzt durch Esther von der Osten, und weitere Werke von Cixous beim Passagen Verlag vor.