Krimipreis

Der Glauser 2026 ist vergeben!

11. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Im Rahmen der Criminale wurden die Gewinner:innen des Glauser 2026 in fünf Kategorien bekannt gegeben. Für den besten Roman wurde dabei Anne Freytag ausgezeichnet.

Gruppenfoto von der Preisverleihung

Gruppenfoto von der Preisverleihung: Mit Trophäen (v.l.n.r.): Nina Scheweling, Benedict Mirow, Anne Freytag, Susanne Kaiser, Elke Pistor

Das SYNDIKAT, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, hat am 9. Mai im Rahmen einer Gala zum Abschluss der CRIMINALE in der Großen Universitätsaula in Salzburg die begehrten Trophäen in fünf Kategorien verliehen. Bereits am 6. Mai hatte die Verlegerin Else Laudan den Ehren-Glauser als Anerkennung ihrer bedeutenden Verdienste für die deutschsprachige Kriminalliteratur erhalten.

Die Gewinnerinnen und Gewinner 2026

  • In der Kategorie "Roman": Anne Freytag mit "Blaues Wunder" (Kampa). Preisgeld: 5.000 Euro.
  • In der Kategorie "Debütroman": Susanne Kaiser mit "Riot Girl" (Wunderlich). Preisgeld: 2.000 Euro.
  • In der Kategorie "Kurzkrimi": Elke Pistor mit "Zu kurz. So lang. Ein Jahr". In: "Festlich morden" (Emons). Preisgeld: 1.000 Euro.
  • In der Kategorie "Jugendkrimi": Nina Scheweling mit "Academy of Lies. Anatomie einer Verschwörung" (Loewe). Preisgeld: 2.000 Euro.
  • In der Kategorie "Kinderkrimi": Benedict Mirow mit "Joshua Jackelby" (Thienemann). Preisgeld: 2.000 Euro.

Im Livestream kann die Veranstaltung hier nachgeschaut werden.

Die Glauser Krimipreise des SYNDIKATS zählen mit insgesamt 12.000 Euro zu den höchstdotierten Autorenpreisen für Kriminalliteratur im deutschsprachigen Raum. Insgesamt wurden 437 Titel von rund 100 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht.

"Fesselnder und psychologisch dichter Roman"

In ihrer Begründung zur Vergabe des Preises für den besten Roman an Anne Freytag schreibt die Jury unter anderem: "Anne Freytag ist mit 'Blaues Wunder' erneut ein fesselnder und psychologisch dichter Roman gelungen. Die zwischenmenschlichen Dynamiken, die beruflichen Rivalitäten und die persönlichen Unsicherheiten, die jeder Einzelne mit sich trägt, werden detailliert seziert. Ein beunruhigender Trip in die Abgründe menschlicher Beziehungen und spannungsgeladen bis zur letzten Seite."

Die Verleihung des Ehren-Glauser an Else Laudan begründet die Jury folgendermaßen (Auszug): "Die Jury des SYNDIKATS zeichnet mit dem Ehren-GLAUSER eine Frau aus, die seit Jahrzehnten mutig und konsequent an die Wirkmacht des Krimis glaubt und sich für ihn einsetzt. Else Laudan ist es zu verdanken, dass in der deutschsprachigen Krimilandschaft feministische und politische Themen nicht übersehen werden können."

 

Die Besetzungen der Jurys und ihre Begründungen zu den einzelnen Werken finden sich auf der Website des SYNDIKATS unter https://www.das-syndikat.com/glauser-preise.html  

Friedrich Glauser gilt als Mitbegründer des deutschsprachigen Kriminalromans. Zu seinen Ehren wird der Preis vergeben. Zu den bisherigen Preisträger:innen gehören u.a. Martin Suter, Nina George, Horst Eckert und Judith Taschler. 

Das SYNDIKAT e.V. ist der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur. Mit über 800 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das SYNDIKAT die größte Vereinigung für Spannungsliteratur im deutschsprachigen Raum und deckt das gesamte Genre vom regionalen Krimi bis zum internationalen Thriller ab. www.das-syndikat.com.