Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch

Hauptpreis an Oliver Jens Schmitt

9. Januar 2026
Redaktion Börsenblatt

Oliver Jens Schmitt erhält den Hauptpreis des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch 2025. Sein Werk "Moskaus westliche Rivalen" bietet neue Einblicke in die europäische Geschichte und die geopolitischen Spannungen unserer Zeit.

Porträt von Oliver Jens Schmitt, lächelnd, vor hellem Hintergrund

Oliver Jens Schmitt

Der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch wird zum 33. Mal vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit dem SPÖ-Parlamentsklub und der sozialdemokratischen Bildungsorganisation verliehen.

Der Hauptpreis geht 2025 an den Osteuropa-Historiker Oliver Jens Schmitt. Sein Werk "Moskaus westliche Rivalen. Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer" beleuchtet die europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer und liefert neue Einsichten in aktuelle geopolitische Konflikte. "Bemerkenswert detailreich und verständlich macht das Buch historische und ideengeschichtliche Linien sichtbar. Schmitts Analyse schärft unser Verständnis der gegenwärtigen Konflikte und eröffnet neue Einsichten in Europas geopolitische Herausforderungen", so die Jurybegründung.

Weitere Preise

  • Der Preis für das Publizistische Gesamtwerk geht an Monika Helfer und Michael Köhlmeier – die Jury bezeichnet beide als zwei der "wichtigsten literarischen Stimmen Österreichs" und lobt ihr Gesamtwerk als literarisch prägend.

  • Der Anerkennungspreis geht an Martin Prinz für den Roman "Die letzten Tage" über NS-Endphasenverbrechen. "Gerade weil der Erzählduktus kühl und sachlich gehalten wird, schafft Prinz mit diesem Roman ein Werk, das aufrüttelt und die Öffentlichkeit wachhält", so die Jury.

  • Der Sonderpreis "Arbeitswelten – Bildungswelten" wird an Johann Dvořák, Sabine Lichtenberger und Brigitte Pellar verliehen – für eine kommentierte zweibändige Werkauswahl Richard Robert Wagners Werk. 

  • Der Preis für besondere verlegerische Leistungen geht an den Verlag Jung und Jung für das Engagement im Bereich deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Die Jury erklärt: "In einer von ökonomischem Druck geprägten Buchlandschaft behauptet der Verlag ein eigenständiges Profil und steht für verantwortungsbewusstes, kontinuierliches und kulturpolitisch relevantes Verlegen."