Neues Arbeitsstipendium

Karen Köhler ist die erste Stadtschreiberin von Bad Hersfeld

27. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Bad Hersfeld, bekannt durch die Festspiele in der Stiftsruine, vergibt ab 2026 jährlich ein mit 12.000 Euro ausgestattetes Stadtschreiber:innen-Stipendium. Das erste geht an die Hamburger Autorin Karen Köhler. 

Porträtfoto von Karen Köhler

Karen Köhler

Karen Köhler wird Stadtschreiberin in Bad Hersfeld. Das teilt der Verein für Literaturförderung Bad Hersfeld heute mit. Die Hamburger Schriftstellerin ist damit die erste Trägerin des neu eingeführten Stadtschreiber:innen-Stipendiums in der nordosthessischen Stadt. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte am 27. Februar 2026 im Rahmen des Frühjahrsempfangs der Stadt Bad Hersfeld.

Karen Köhler, 1977 in Hamburg geboren, gehört zu den vielseitigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Nach einem Schauspielstudium und zwölf Jahren auf der Bühne wandte sie sich dem Schreiben zu. Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Prosa, Theater, Hörspiel und Drehbuch. Ihr literarisches Debüt "Wir haben Raketen geangelt" (Hanser 2014) wurde euphorisch von der Presse und der Leserschaft gefeiert. Ihr Roman "Miroloi" (Hanser 2019) war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Das Jugendbuch "Himmelwärts" (Hanser 2024) wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Essay "Spielen" (2025) in der Hanser Berlin Reihe "Leben".

Karen Köhlers Bücher wurden in diverse Sprachen übertragen, sie schreibt regelmäßig für DIE ZEIT und das ZEITmagazin. Zuletzt trat Köhler auch als bildende Künstlerin hervor: Im Oktober 2025 eröffnete sie ihre erste Soloausstellung in Kassel, im Januar 2026 folgte eine Internationale Gruppenausstellung in Neu-Delhi.

Zum Stipendium:

Der 2025 gegründete Verein für Literaturförderung Bad Hersfeld e.V. vergibt ab diesem Jahr in jährlichem Rhythmus das Stadtschreiber:innen-Stipendium Bad Hersfeld in Höhe von 12.000 Euro. Ziel sei es, zeitgenössische Autor:innen zu fördern, neue literarische Impulse in die Festspielstadt zu bringen und das kulturelle Profil Bad Hersfelds zu stärken. 

Es gibt keine starre Residenzpflicht, aber die Verpflichtung zu Lesungen, Workshops und aktiver Beteiligung am kulturellen Leben der Stadt.