Krimis und Thriller

Wer erhält den Glauser 2026?

4. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Das Syndikat hat bekannt gegeben, welche Romane für den Glauser 2026 nominiert sind. Ermittelt wird in fünf Kategorien. Dotiert ist der Preis mit 12.000 Euro.

Silhouette eines lesenden Detektivs (Symbolbild)

Silhouette eines lesenden Detektivs (Symbolbild)

Die Nominierten für den Glauser 2026

21 Werke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind insgesamt nominiert:

In der Kategorie "Roman"

  • Wolfgang Maria Bauer: Kaltblut (C. Bertelsmann)
  • Vera Buck: Der dunkle Sommer (Rowohlt Polaris)
  • Zoran Drvenkar: ASA (Suhrkamp)
  • Anne Freytag: Blaues Wunder (Kampa)
  • Cay Rademacher: Nacht der Ruinen (DuMont)

In der Kategorie "Debüt"

  • Peter Friedrich: Kafkarabesken oder Die Ermittlungen (duotincta)
  • Susanne Kaiser: Riot Girl (Wunderlich)
  • Robert Lackner: Seidenstrasse (Kremayr & Scheriau)
  • Tim Sünderhauf: Die Wölfe unter uns (dtv)
  • Chris Warnat: 15 Sekunden (Penguin)

In der Kategorie "Kurzkrimi"

  • Elsa Dix: Schneekristall (aus: Kathrin Hanke, Franziska Henze (Hg.) "Mörderische Weihnacht überall", HarperCollins)
  • Sunil Mann: In blinder Wut (aus: Hartmut Marks (Hg.) "Blutige Lippe 5", Ventura)
  • Elke Pistor: Zu kurz. So lang. Ein Jahr. (aus: Regina Schleheck (Hg.) "Festlich morden", Emons)
  • Regula Venske: Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod (aus: Lutz Kreutzer (Hg.) "Schaurige Orte an der Nordsee", Gmeiner)
  • Fenna Williams: Frosty the Snowman (aus: Regina Schleheck (Hg.) "Festlich morden", Emons)

In der Kategorie "Jugend"

  • Alexandra Fischer-Hunold: Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)
  • Antonia Michaelis und Peer Martin: Tomorrow Land (Oetinger)
  • Nina Scheweling: Academy of lies – Anatomie einer Verschwörung (Loewe)

In der Kategorie "Kinder"

  • Matthias Kröner: Detektiv Ameisis (Beltz & Gelberg)
  • Benedict Mirow: Joshua Jackelby (Thienemann)
  • Rieke Patwardhan: Maggie Müller ermittelt – Ein GANS furchterregender Fall (Carlsen)

Ehren-Glauser für Else Laudan

Der SYNDIKAT e.V. ehrt in diesem Jahr die Verlegerin Else Laudan mit dem Ehren-Glauser 2026. Bereits am 6. Mai wird Laudan im Rahmen der Auftaktgala der CRIMINALE in Salzburg für ihr langjähriges Engagement in der deutschsprachigen Krimilandschaft ausgezeichnet.

Else Laudan setzt sich laut SYNDIKAT seit Jahrzehnten konsequent für Krimis ein – insbesondere für Werke von Autorinnen und für die Sichtbarkeit feministischer und politischer Themen im Genre. 1989 übernahm sie die Betreuung der Ariadne-Reihe im Argument Verlag, der ersten Krimireihe ausschließlich von Frauen, und prägte sie programmgestaltend als Herausgeberin. Die Reihe bietet neuen deutschsprachigen Autorinnen eine Plattform und erzählt Krimis aus weiblicher Perspektive, oft durchzogen von gesellschaftskritischen und feministischen Inhalten.

2015 gründete Laudan gemeinsam mit Autorinnen das Netzwerk HERland, das Frauen in der Krimiliteratur sichtbarer machen soll; seit 2024 vergibt das Netzwerk ein Arbeitsstipendium. Else Laudan, geboren 1963 in Berlin und heute in Hamburg tätig, ist seit 1993 Geschäftsführerin und Programmchefin des Argument Verlags.

Mit dem Ehren-GLAUSER würdigt das SYNDIKAT Laudans Leidenschaft, ihr konsequentes Engagement und ihren Beitrag zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur.