Insolvenz im Spielwarenhandel

Rofu Kinderland beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

22. Januar 2026
Redaktion Börsenblatt

Der Spielwarenfilialist Rofu Kinderland hat beim Amtsgericht Bad Kreuznach ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Rund 2.000 Mitarbeiter:innen bangen um ihre Jobs.

Kinder liegen auf dem Boden und spielen ein Brettspiel

Brettspiele gehen immer

Wie das Unternehmen mitteilt, bleibt die Geschäftsführung im Amt und arbeitet gemeinsam mit einem vorläufigen Sachwalter am Erhalt des Betriebs. Löhne und Gehälter der rund 2.000 Mitarbeiter:innen sind zunächst über das Insolvenzgeld gesichert. Während des Verfahrens soll der Geschäftsbetrieb an den mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern wie gewohnt weiterlaufen.

Als Gründe für die Insolvenz nannte das Unternehmen die allgemeine Kaufzurückhaltung und ein schwaches Weihnachtsgeschäft. Hinzu kommt ein massiver Preiswettbewerb mit Onlinehändlern.

Mitte Dezember 2025 hatte der Spielwarenhändler eine neue strategische Ausrüstung angekündigt und die Geschäftsführung verschlankt. Außerdem hatte Rofu ungewöhnlich offen mitgeteilt, "strategische Partner" für den Transformationsprozess zu suchen.